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Eines Physikers |
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Denkweise |
von Bruno Wöhl

Inhalt:
Physikalische Modellvorstellungen

Es hieße, Eulen nach Athen tragen, wenn
man dem umfangreichen allgemeinverständlichen Schrifttum über unser
physikalisches Weltbild noch etwas hinzufügen wollte. Immerhin wäre es aber
doch in Einsteins Sinne zu helfen, "unbegründete Vorurteile", wie er
es ausdrückte, abzubauen. Das betrifft vor allem die herkömmliche Etwas—im—Nichtsvorstellung.
Gemeint ist damit die offenbar nicht auszumerzende Unterstellung, daß das, was
allgemein als Universum bezeichnet wird, die urstoffliche Schöpfung eines
endlichen Etwas in einem unendlichen extremen Nichts sein müsse. Die folgenden
Überlegungen mögen zur Klärung beitragen, wenngleich eine abschließende
Aussage, die jeder Kritik standzuhalten vermag, nicht erwartet werden kann. Auch
weiterhin wird sich jeder sein ureigenes physikalisches Weltbild erarbeiten
müssen. Ausführungen wie diese können und sollen nur — vielleicht
hilfreiche — Denkanstöße geben.
5.Ausgabe im Januar 1994
Bruno Wöhl


Wenn ein Physiker durch seine Versuche an die Natur Fragen stellt und Antworten erhält, geht es ihm darum, diese in das organisch gewachsene Weltbild einzuordnen. Er möchte rein abstrakt denken und sich nach Möglichkeit wenig mit Modellvorstellungen aus seiner größenordnungsmäßig nahen Umwelt belasten. Doch dies schafft er nicht. Ohne ein Minimum an Modellvorstellung geht es nicht. Macht er nun eine Aussage über seine gewonnene Erkenntnis, so erinnert er sich an die Philosophie. Er kann keine Aussage machen, die extrem jeder Kritik standhält. Aber auch die Kritik selbst ist nicht kritikbeständig, ebenso wenig wie jede folgende Kritik. In logischer Konsequenz müßte der Physiker resigniert aufgeben, weil er fast keine Chance hat, ein physikalisches Weltbild, das jeder Kritik standhält, zu entwerfen.
Auch noch andere Denker außer dem Physiker bemühen sich um ihr Weltbild. Philosophen gelten als besonders scharfsinnig, mußten aber schon mehrfach wegen neuer physikalischer Fakten umdenken. Mathematiker denken besonders logisch, sehen aber die Umwelt nach allzu extremen Prinzipien, sind demnach auch nicht voll an die Realität angepaßt. Laien sind wenigstens nicht fachblind. Die meisten Menschen versuchen, sich ihr ureigenes Weltbild zu erarbeiten, obwohl die extrem richtige Weltbildversion wohl nicht gefunden werden kann. Alle Menschen denken unterschiedlich. Sie setzen oft voneinander abweichende Prioritäten. Entscheidend ist, daß trotz vorprogrammierten Mißerfolgs niemand im Ringen um das optimale Weltbild aufgibt, schon gar nicht der Physiker.
Mit keinem Buch kann man eine erhabene
Lehre über das physikalische Weltbild verbreiten, sondern man kann nur mit dem
Zusammenfügen gewonnener Erkenntnisse Denkanstöße geben. Auch mit dieser
kleinen Schrift werden nur bekannte Probleme zur Diskussion gestellt. Allerdings
werden auch eigene Gedanken des Verfassers eingeflochten, die dem, der sucht,
nützlich sein können, oder ihn zum Widerspruch reizen. Auch das würde der
Verfasser als Erfolg ansehen.

Abschnitt 1
Unser geistiges Rüstzeug wird sowohl von
Konkretem, auf das wir von der Wahrnehmung her zugreifen können, als auch von
Abstraktem, das nur gedacht werden kann, geprägt. Eine wechselseitige
Bestätigung wäre ideal. Ein ausschließlich abstraktes physikalisches Weltbild
gilt als unbefriedigend, insbesondere, wenn sich ein Gegensatz zum Konkreten
zeigt. Schon in der Antike hatte man ein Rechenbrett mit verschiebbaren Kugeln,
den Abakus, um das Zu- und Abzählen zu konkretisieren. Noch heute streben wir
trotz größerer Übung im abstrakten Denken nach konkreten Stützmodellen für
abstrakte Überlegungen. In einem Beispiel wollen wir die Abakus-Kugeln durch
stoffliche Bausteine ersetzen:
Um das Addieren und Subtrahieren zu
konkretisieren, wollen wir an einem Ort Bausteine summierend anhäufen und auch
subtrahierend wieder zerstreuen. Das Spiel könnte bei der örtlichen
Zustandsbewertung ,Null beginnen, die - wie leicht zu erkennen - nicht ins
Negative hinein unterschritten werden kann. Das Anhäufungsmaximum legen wir
zwar selbst fest, müssen aber aufgeben, sobald alle Bausteine verbraucht sind.
Unendlich viele stehen uns nicht zur Verfügung, so daß kein Maximalextrem
erreichbar erscheint. Wir werden unser Maximum als Universum bezeichnen.
Unter der Voraussetzung, daß alle Bausteine gleich groß sind, können wir Integerzahlen benutzen. Bei ungleicher Bausteingröße kommen wir zu Bruchzahlen. Dann erscheint uns das Universum in einer Bausteinreihe vom kleinsten bis zum größten in geschachtelter Struktur. Die Teilbarkeit der Bausteine kann sicher nicht unendlich sein, weil sich niemand vorstellen kann, daß das Teilen in Richtung auf das größenordnungsmäßige Nullextrem uneingeschränkt fortgesetzt werden kann. Wie groß darf das kleinste Objekt sein, das gerade noch als korpuskularer Baustein gilt? Planck hat uns gelehrt, daß die Begriffe Raum und Zeit und damit auch der Teilchenbegriff an einer sehr niedrigen Schwelle ihren Sinn verlieren. Die Plancksche Elementarlänge liegt bei
4 * 10-33 cm.
Mit dem oberen Grenzwert für das
Universum hat sich Einstein beschäftigt. Sein Wert ist nicht nachprüfbar. Auf
die Bereiche jenseits dieser Schranken hat der Mensch keinen gedanklichen
Zugriff.
Beide Grenzwerte sind keine
Naturkonstanten, sondern auf die Fähigkeiten des Menschen bezogen. Wenn die
Extreme Null und Unendlich ausscheiden, kann in unserem Beispiel die lokale
Zustandsbewertung nicht extrem bei Null beginnen, wie unterstellt, sondern mit
wenigstens einem Objekt in der Größenordnung der Planckschen Elementarlänge.
Käme im Kosmos die extreme Leere vor, wären alle Teilchen darin trägheitslos
verschiebbar. Trägheit deutet auf einen gewissen Füllungsgrad. Unendliche
Trägheit würde totale Starre bedeuten. Ein ganz bestimmtes Ursubstrat war
bisher noch nicht nachzuweisen. Nur die unzugängliche Fortsetzung der
Baustein-Größenordnungsreihe unter die Plancksche Elementarlänge könnte
beinhalten, was wir Ursubstrat nennen möchten. Unter dieser Prämisse ist der
Hintergrund des Materiebegriffs nur noch mit Phänomenen der Wechselwirkungen zu
erklären, von denen bisher nur fünf bekannt sind. Ihre Verknüpfung konnte
bisher noch nicht enträtselt werden.
Während in der Mathematik - wie im
Beispiel angenommen - Wertungen unpolarisiert bei Null beginnen können, sind im
Kosmos die Extreme kaum zu beziehen. Die Wertungen im Kosmos sind zumeist nach
positiv und negativ zu polarisieren, so daß es auch negative Bausteine geben
kann. Dies ist äußerst wichtig für die Anerkennung von sogenannten
Defektelektronen im Atom, die man besser Vakanzelektronen nennt. Auch die
Löcherleitung in der Halbleitertheorie bedarf der Möglichkeit
raumfüllungsnegativer Bausteine. Eine weitere Abweichung zwischen den
mathematischen Möglichkeiten und den kosmischen Gegebenheiten betrifft die
Dreidimensionalität des Raumes:
Man ist überzeugt, daß jeder Raum drei
Dimensionen habe. Im Kosmos ist der dreidimensionale Raum nur annähernd in
einer – nichtextremen - Kugel anschaulich verwirklicht, während mathematische
Figuren wie Würfel, Quader, Pyramide usw. im Grunde nur abstrakt geartet sind,
denn im Kosmos sind sie nicht konkretisiert. Daher gilt für die Realität im
Kosmos die Dreidimensionalität nur angenähert und ausschließlich für eine
nichtextreme Kugel, z.B. für einen Himmelskörper. In der Mathematik ist die
auf alle denkbaren Räume erweiterte Dreidimensionalität nur eine Fiktion, die
in der Euklidschen Metrik gipfelt. Im Kosmos haben wir es mit gekrümmten
Räumen und nichteuklidscher Metrik zu tun.
Wenn - wie in unserem Beispiel - Bausteine angehäuft werden sollen, gibt es im Kosmos nur das Streben auf die Kugelform. Sie wird zwar nicht perfekt erreicht, aber stets optimiert. Die Anhäufung kommt durch den speziellen Drall zustande, der in einer Bewegungsform zwischen Wirbel und Rotation erzeugt wird. Angemerkt sei, daß es im Kosmos auch nichtanhäufende Systeme gibt, die als virtuell bezeichnet werden. Beispiel:
Das Paar von Elektron und Positron, die
wechselwirkend ihren unterschiedlichen Spin kompensieren und dann keine
Ruhemasse mehr haben. Auch Jets, das sind Fragmente aus dem Mülleimer des
Kosmos. sind in der Regel nicht anhäufend.
Ein Mathematiker würde den Vorgang des
Anhäufens selbst ignorieren und als Schwerpunkt die Plazierung der Objekte in
den Raumdimensionen sehen:
1. eindimensional aufgereiht,
2. zweidimensional flächig (2.Potenz) oder
3. dreidimensional räumlich (3.Potenz).
Es zeigt sich sehr oft ein Unterschied zwischen den konkret erscheinenden Verhältnissen im Kosmos und der Abstraktion menschlicher Mathematik mit häufigem Beziehen von nicht realisierbaren Extremen. Daraus erwächst zuweilen der Wunsch, unsere Mathematik der kosmischen Realität anzupassen.
Der Einklang
zwischen Kosmos und Mathematik wäre wünschenswert, wenn man nicht die
wechselseitige Kontrolle benötigen würde. Die extreme Gerade in der
Mathematik und auch alle anderen extremen Figuren und Formulierungen
könnte man mit einer Meßlatte vergleichen, die nur durch ihre extreme
Geradlinigkeit optimal geeignet wäre, die Krümmungen im Kosmos zu
bewerten. Da die Mathematik in ihrer Abstraktheit nicht auf
Realisierbarkeit angewiesen ist, spielt es keine Rolle, daß die extreme
Gerade selbst mit einem Lichtstrahl nicht zu verwirklichen ist. Hinzu
kommt, daß die Rechenvorgänge in einem System mit Extremen leicht sind
und Geschehensabläufe optimal vorausbestimmt werden können. In
nichteuklidscher Metrik dagegen ist die Arbeitsweise außerordentlich
schwer. Darum lassen wir besser die Ungereimtheiten zwischen Kosmos und
Mathematik bestehen, um im Bedarfsfall auf Ausnahmeregelungen
zurückzugreifen.
Der
menschliche Erfassungsbereich
Der Begriff des
menschlichen Erfassungsbereichs für die Reizaufnahme durch unsere
Sinnesorgane und ihre Auswertung im Denken ist wegen der
Unterschiedlichkeit des zu erfassenden nicht einheitlich zu definieren.
Einige Beispiele:
Unser
Zählvermögen ist keineswegs unbegrenzt zwischen den Extremen +Unendlich
und -Unendlich. Wir selbst legen fest, bei welcher Zahl wir aufhören
wollen zu zählen. Das gilt auch für alle möglichen Anwendungen, z.B.
bei der Häufigkeit periodischer Vorgänge in einer selbst festzulegenden
Zeiteinheit, also bei Frequenzen von Licht und Schall.
Aufgrund unseres
Sinneseindrucks halten wir etwas für laut oder leise, für hell oder
dunkel, für mehr oder weniger intensiv riechend oder schmeckend und
empfinden auch beim Tastsinn Unterschiede zwischen zwei Extremen, die
unseren Erfassungsbereich zwischen Endmarken einer gedachten Skala mit
Markierungen in gleichen Abständen oder auch in nichtlinearem Maßstab
darstellen. Für den Grad von Ärger oder Zuneigung ist eine Zahlengerade
schlecht anwendbar. Wenn kein Geschehen im Raum vorliegt, sondern nur
Intensität in irgendeiner Art, spricht man von Skalaren.
Den Gegensatz zu den Skalaren bilden die Vektoren, also Zeiger, die eine Richtung des Geschehens im Raum angeben. Wir erkennen den Raum als dreidimensional und koppeln die Zeit als vierte Dimension an. Als Erfassungsbereich des Menschen kann selbst der Weltenraum nicht unendlich sein. Wie bei einem Blick an den Horizont mögen Raumbegrenzungen unscharf erscheinen und auch von der Leistungsfähigkeit von Fernrohren, Mikroskopen u.ä. abhängen, aber die Erfassung von Bewegungsabläufen mittels verankertem Koordinatensystem verlangt nach Begrenzung. Allerdings können wir für jede Vorgangsart einen eigenen Raum unterstellen, z.B. für jede der fünf bisher erkannten Wechselwirkungen: der Gravitation, des Elektromagnetismus, der starken und schwachen Wechselwirkung sowie der des neutralen Stroms. Weitere wären denkbar.
Von unseren breitgefächerten geistigen Fähigkeiten sind nicht nur dem Physiker zwei besonders wichtig,
das Identifizieren und
das Werten.
Wenn ein uns noch
unbekanntes Objekt auf uns wirkt, werten wir in der Regel eine
Reihe von Sinnesreizen nach ihrer Art und Ausgeprägtheit aus. Das Neue
bekommt einen Begriff zugewiesen, der uns sprachlich geeignet erscheint
und auch anderen verständlich sein sollte. Nun geht das bislang
Unbekannte als bekannt in unseren Gedächtnisspeicher ein und wird bei
erneuter Begegnung mit gleich oder ähnlich Geartetem in einem Vergleich
zwischen dem Objekt und dem Speicherinhalt "identifizierte".
Wertbar sind
variable Eigenschaften, beispielsweise die Ausdehnung in den drei
Raumdimensionen, Form, Oberflächenstruktur und Farbe, Temperatur,
Bewegungsverhalten, Gravitation und elektromagnetische Eigenschaften und
manche andere bis hinauf zum ästhetischen Gesamteindruck. In vielen
Fällen kommen Geruch, Geschmack und Geräuschentwicklung hinzu. Diese
Darstellung ist sehr vereinfacht. Wir müssen auch an die Wertung
abstrakter Begriffe, Zusammenhänge und umfangreiches Ablaufgeschehen
denken.
Wenn wir die
Stärke eines Reizes werten, haben wir den Eindruck, es geschehe analog
entsprechend der Anzeige eines Meßinstruments. Allerdings ist unsere
innere Eichung bei weitem nicht präzise, so daß die Physiker alles daran
setzen, mit genaueren Meßmethoden und reproduzierbaren Meßnormalien zu
werten. Zählen ist dagegen digitales Werten. Hierin sind wir weitaus
besser als im analogen Werten.
Unsere
Sinnesorgane geben nur Reize innerhalb einer gewissen Spannweite. Ins
Mathematische übersetzt, heißt dies, daß es nur endliche Werte sein
können, nicht Null und Unendlich. Praktisch ist jedes Wertungsintervall
ein spezieller menschlicher Erfassungsbereich!
Im letzten
Abschnitt dürfte deutlich geworden sein, daß der Begriff
"Identifizieren" dem Erfolgsergebnis eines Auslesevergleichs
anhand von Wertungen verschiedener Wahrnehmungs- und -bzw. oder-
Denkkriterien mit Hilfe unseres Gedächtnis-speichers entspricht, während
der Begriff "Werten" in den meisten Fällen ein Beurteilen der
Ausgeprägtheit von Eigenschaften in einem Gegensatzdenken nach den
Standardbeispielen "klein/groß", "kalt/warm",
"gut/böse" usw. darstellt. Sicherlich sind auch schwierigere
darunter wie z.B. bei Form, Farbe, Geruch, Geschmack u.ä., aber allen ist
gemeinsam, daß sie einen Bezug haben, den man bei den Vergleichen
zugrunde legt. Auf der Skala einer Wertung muß auf allen Punkten die
Verbindung zum Bezug erhalten sein. Reißt sie ab, wird die Relativität
zerstört. Ein relatives Gegensatzdenken ist dann nicht mehr möglich. Zu
einem solchen Bruch kommt es, wenn die Wertung über den menschlichen
Erfassungsbereich hinaus erweitert wird, sicherlich auch noch aus weiteren
Gründen.
Bei dem
Gegensatzpaar "klein/groß" ist es leicht, in einer
Längeneinheit den nötigen Bezug zu finden, etwa das in Paris aufbewahrte
Meter als einfach reproduzierbare Normalie. Bei "kalt/warm"
dürfte uns das Thermometer hilfreich sein, aber bei "gut/böse"
sind wir ein wenig hilflos, weil der als gut empfundene Vorteil des einen
vom Benachteiligten als schlecht beurteilt werden dürfte. Außerdem kann
man in solchen Fällen keine Meßskala finden. Dann hilft man sich mit
einer Auflistung der Argumente pro und contra, am besten in einer Folge
ihrer Bedeutung, also einer Prioritätenfolge, um hernach bestmöglichst
abzuwägen. In der Physik sind solche Fälle erfreulich selten.
Doch bevor wir uns
nun einigen unterschiedlichen Wertungsarten zuwenden, bedarf es noch
einiger Gedanken zum Wertungsgegensatz ,relativ/absolut‘.
Das Verfahren des
Wertens erscheint auf den ersten Blick äußerst einfach:
Man vergleicht nur
eine Eigenschaft eines —zumeist ruhenden— Objekts, die unterschiedlich
ausgeprägt sein kann, mit derjenigen eines anderen Objekts, für das man
den Wert dieser Eigenschaft als Maßeinheit festgelegt hat. Diese
Meßnormalie, an der man die anderen mißt, haben wir damit selbst zu
etwas absolutem gemacht. Die anderen mit abweichen/Werten stehen dann als
das x—fache oder der x-te Teil zu der Normalie in Beziehung oder
Relation. Solche Wertungen sind somit relativ geartet. Wichtig ist, daß
die Verbindung der Wertung mit dem Bezug stets gewährleistet ist. Sonst
kommt keine brauchbare Wertung zustande.
Vieles kann man
zur absoluten Normalie erheben, z.B. beim Anzahlbegriff jede der
natürlichen Zahlen. Wenn wir fünf gleichartige Objekte zählen, sind es
extrem gleich fünf, aber auch fünf extrem gleiche Objekte. Ein
Wermutstropfen besteht darin, daß sich fünf extrem gleiche Objekte nicht
realisieren lassen, nicht einmal zwei. Mit einer mehr oder weniger großen
Toleranz gegenüber der Realität müssen wir leben.
Die Frage ist, ob
nur wir selbst Absolutwerte festlegen, oder, ob uns nicht auch die Natur
solche anbietet. Da gibt es doch jede Mengen Konstanten in Naturgesetzen
und in der Mathematik. Doch leider haben wir keine eindeutige Antwort zu
erwarten. Wenn eine Konstante im vermeintlichen Naturgesetz eine
Rationalzahl ist, läßt sie sich durch eine Änderung im Maßsystem
kompensieren. Ist sie eine Irrationalzahl geheimnist man zwar gern, daß
man daran die Echtheit eines Naturgesetzes erkennen könne, aber letztlich
hat sich wohl noch immer herausgestellt, daß in solchen Fällen nur
Modellschwächen vorliegen.
Unser nächstes
Ziel müßte es sein, dieses einfache Wertungsverfahren, mit dem wir im
täglichen Denken so erfolgreich sind, daß es unser gesamtes Geistesleben
in großem Umfang prägt, auf die Wertungsmöglichkeit mit mehreren oder
vielen Objekten, die sich relativ zueinander bewegen, auszuweiten. Zum
Beispiel möchten wir bei mehreren Objekten im Raum sehr gern erfahren, ob
in dem System Bewegung oder Ruhe vorherrscht. — Bald bemerken wir, daß
dies nicht objektiv ausgesagt werden kann, sondern von der Position des
Beobachters abhängig ist. Ein mit einem Objekt mitgeführter Beobachter
entscheidet auf extreme Ruhe gegenüber seinem Führungsobjekt, während
ein separat postierter Beobachter möglicherweise —objektiv richtig—
auf Bewegung entscheidet, allerdings fern jeder Realität. Man kann weder
das Koordinatensystem irgendwo im Universum fixieren, noch kann man
irgendwo einen Beobachter "richtig" postieren, auch wenn er
nicht nur gedacht, sondern konkret greifbar wäre. Darum nimmt die
Möglichkeit und Sicherheit, in einem solchen System überhaupt werten zu
können, mit der Zahl der Einflußgrößen ab. Man kann wohl nur für ein
Objekt sicher werten. Bei immens vielen Objekten, etwa wie beim Blick in
den Sternenhimmel, kann über die Verhältnisse zwischen Ruhe und Bewegung
nichts mehr ausgesagt werden, da keine eindeutige Relativität zu erkennen
ist. Dennoch möchte man wissen, ob im Universum Bewegung im Sinne einer
Veränderung vorherrscht, oder aber die Ruhe, z.B. in Kompensation aller
Bewegungen. Die Frage ist für uns so wichtig, um begründen zu können,
ob die Entfaltung oder Evolution des Universums noch im Vormarsch ist,
oder die zerstörende Involution oder ein Ausgleich beider.
Wenn man von einem
ruhenden Objekt, bei dem man eine Eigenschaft werten will, auf Systeme mit
mehreren Objekten übergehen will, kann man offenbar nur aussagen, daß
die Wertungsmöglichkeit bei einem System von mehreren und noch mehr bei
vielen Objekten abnimmt und bei einer unendlichen Anzahl extrem unmöglich
wird. Dies erinnert daran, daß es auch beim Wirbel die Vielzahl der
Einflußgrößen ist, die seine mathematische Berechnung bis ins einzelne
unmöglich macht.
Wir ziehen für das Relative und das Absolute folgendes Fazit:
Beim Konkreten hat
man für das Werten volle Unterstützung durch unsere Sinnesorgane. Im
Denken, also bei der Abstraktion, fehlen uns die Sinnesorgane sehr. Es
besteht daher Unsicherheit, ob das Gedachte überhaupt realisierbar wäre.
Das Werten von Absolutem erscheint uns völlig unmöglich, da uns in
diesem Bereich nicht einmal ein Begriffsinstrumentarium zur Verfügung
steht. In dieser Hilflosigkeit kommt es leicht dazu, daß wir in den
absoluten Bereich etwas Geheimnisvolles hinein interpretieren, z.B. das
Religiöse. Hierauf ist am Schluß zurückzukommen.
Bei allen
Ausführungen über unser geistiges Rüstzeug zur Erfassung des ,übrigen‘
ist davon auszugehen, daß nur einführende Hinweise beabsichtigt sind,
aber auf keinen Fall eine Verwissenschaftlichung. Diese würde den Rahmen
dieser kleinen Schrift sprengen, ihre Allgemeinverständlichkeit
beeinträchtigen und unseren Blick auf ein kleineres Gesichtsfeld betont
fixieren.
Die polarisierte
Wertung ist nullsymmetrisch Von einem neutralen Nullpunkt gehen in 180
Grad zwei Zahlengeraden aus, eine positive mit Vorzeichen + und eine
negative mit Vorzeichen -. Null ist hierbei kein Extrem, sondern wertbar
wie der Anfangswert 1 bei der unpolarisierten Wertung. Beide Geraden
können beliebig lang sein, aber nicht +Unendlich oder -Unendlich, weil
nur innerhalb des menschlichen Erfassungsbereichs gewertet werden kann.
Eine
Temperaturwertung ist mit Celsius-Graden polarisiert, mit Kelvin-Graden
unpolarisiert, weil der absolute Nullpunkt bekannt ist. Die Scheidung von
Wärme und Kälte beim Gefrierpunkt des Wassers ist bei den Celsius-Graden
nicht empfindungsgerecht, und die Teilung bis zum Siedepunkt in 100 Grade
erweist sich als besonders willkürlich, wenn man die Skala darüber
hinaus bis zu hohen Temperaturwerten verlängert.
Wir haben uns
besonders daran gewöhnt, die polarisierte Wertung für Wellen zu
verwenden. Die Wertung der Amplitude entspricht einer Kreisabwicklung mit
Sinus der positiven und negativen Halbwelle.
Als Grundlage für
ein Korpuskelmodell ist die polarisierte Wertung der Geschlossen- oder
Offenheit einer Bewegungsform besonders wichtig. Eine extrem gerade
Bewegung kommt im Kosmos nicht vor, da selbst der Lichtstrahl massebedingt
gekrümmt wird. Bei den uns verbleibenden gekrümmten Bewegungen gibt es
als das eine Wertungsextrem die in sich geschlossene und als Gegenextrem
die offene Bewegungsform. In sich extrem geschlossen ist die Rotation
eines gegenüber dem übrigen extrem abgegrenzten Körpers, innerhalb
dessen die Radiuspunkte extrem dieselbe Rotationsfrequenz haben. Der
Radius ist demnach ständig eine extreme Gerade. Ein solches Perpetuum
mobile gilt als unmöglich. Die extrem offene Bewegungsform des Wirbels
hätte - gäbe es sie im Kosmos- in die Unendlichkeit ausgreifende Arme
und damit keine äußere Begrenzung. Beide Extreme sind wiederum
auszuklammern.
Die
9Oo-Wertung am rechtwinkligen Dreieck
In der Physik gibt
es manche Verknüpfung in geometrischer Addition, z.B. bei
dem Real-/Imaginär-Zusammenhang des elektrischen Wechselstroms mit seinen
beiden Komponenten Wirk- und Blindstrom. Beide bilden die Katheten eines
rechtwinkligen Dreiecks, während die Hypothenuse den Scheinstrom
darstellt. Die Geraden einer derartigen Wertung stehen demnach senkrecht
aufeinander.
Wertungen im Raum
sind in der Regel unpolarisiert. Sie können bei der Planckschen
Elementarlänge beginnen. Mathematisch gibt es drei exakt senkrecht
zueinander stehende Dimensionen, Koordinatensysteme und Vektoren, aber im
Kosmos fehlt es an der Möglichkeit zur exakten Verwirklichung.
Wertungen mit gekrümmten Linien
Da im Kosmos die
extreme Gerade nicht verwirklicht werden kann, da selbst ein Lichtstrahl
durch Massenwirkung gekrümmt wird, wäre es ein Ziel, das Werten mit
Zahlengeraden euklidscher Metrik den kosmischen Krümmungen anzupassen, um
auch in nichteuklidscher Metrik werten zu können. Es wäre ein
schwieriges Unterfangen.
Die Zeitwertung
Wir haben uns
daran gewöhnt, die Zeit unpolarisiert zu werten, übersehen aber dabei,
daß die Zeit nicht nur als progressiv ablaufend angesehen werden kann.
Von der Gegenwart als Null ausgehend, kann man auch polarisieren,
regressiv in die Vergangenheit und progressiv in die Zukunft. Man tut es
nicht, weil man von der Fiktion eines absoluten Zeitablauf s überzeugt
ist. Man hat dadurch keinen festen Nullpunkt. Der vermeintlich absolute
Zeitablauf ist im Geiste durch den Begriff einer Systemzeit zu ersetzen.
Der Dreiergegensatz
Bei unseren Wertungen ist der Zweiergegensatz die Regel. Auf der Suche nach einem Dreiergegensatz erinnern wir uns wohl an die drei Phasen des Drehstroms. Sie sind menschliche Erfindung. Von den natürlichen Dreiergegensätzen fallen uns wohl nur zwei echte ein:
Die Addition und
Subtraktion von Farben wird als Dreiergegensatz am Farbenkreis
dargestellt.
Dies ist auch die
Grundlage des zweiten Naturbeispiele, das in den letzten Jahren zu einem
bedeutenden Wissenszweig geworden ist, zur Quanten-Chromodynamik. Man
ordnet den Quarks und Gluonen, die man als Bestandteile der Hadronen
(Protonen, Neutronen und Mesonen) ermittelt hat, Farbladungen zu, die aber
eigentlich gar nichts mit Farben zu tun haben. Sie verhalten sich
lediglich gleichermaßen und bilden einen Dreiergegensatz wie bei den
natürlichen Farben.
Wertungen von Geruch und Geschmack
Beim Geruch und
Geschmack dominiert unser Identifizierungsvermögen. Wir werten die
Intensität in den Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter.
Ähnlich ist es beim Riechen. Zugleich wird der spezifische Geschmack oder
Geruch des Stoffes identifiziert.
Wellenwertungen
Beim Schall wird
die Amplitude, die Frequenz, auch der Klang als Obertongemisch gewertet.
Bei den elektromagnetischen Wellen ist es ähnlich. Allerdings
unterscheiden sich beide Wellenarten im Amplitudenbegriff und haben
außerdem verschiedene Formeln für den Doppler-Effekt.
Über
die Erreichbarkeit der Wertungsextreme
Nicht nur die
Wertungen sind unterschiedlich geartet, sonder auch die Erfassung. Nicht
immer sind unsere Sinnesorgane daran beteiligt, so daß uns die Wertungen
konkret erscheinen. Manches ist nur gedacht und erbringt abstrakte
Wertungen. Nur auf einen Teil lassen sich physikalisch-mathematische
Hilfsmittel wie Zahlengeraden und Ortung durch ein Koordinatensystem
anwenden. Zuweilen sind die Wertungen nicht-räumlich, kompliziert und so
verschachtelt, daß wir kaum ein naturgegebenes Ordnungsprinzip erkennen
können.
Der dargestellte
Wertungsgegensatz ,relativ/absolut‘ bildet so etwas wie ein Dach im
Wertungsschema, denn nur das Relative hat, wie es der Begriff erwarten
läßt, die zum Werten nötige Bezüglichkeit, während uns der Bereich
des Absoluten mangels Bezüglichkeit gedanklich kaum zugänglich ist. Doch
auch beim Wertungsgegensatz ,relativ/absolut‘ sind die Extreme
unerreichbar. Die Bezüglichkeit im Relativen ist somit begrenzt, und das
Absolute ist sicher arm an Bezügen, aber nicht extrem ohne. Wenn wir
über unseren jeweiligen Erfassungsbereich hinaus zu werten versuchen,
zielt die Wertung ins Absolute. Insofern sind alle Wertungen auf
unerreichbare Extreme außerhalb des Erfassungsbereichs absoluter Natur.
Da aber alles, was es außerhalb unseres Erfassungsbereichs zu werten
geben könnte, von uns gedanklich als "Abstraktes" erfunden ist,
bezeichnen wir das Absolute gern als bloße Fiktion, jedoch ohne diese als
Extrem auffassen zu können.
Wenn wir bemerken, daß eine mit Hilfe des Zahlenstrahls zustande gekommene Wertung auf ein Extrem strebt, interessiert uns der Übergang vom letzten Wertungspunkt innerhalb unseres Erfassungsbereichs zum Extrem. Freilich wird bei vielen Wertungen unser Erfassungsbereich gar nicht verlassen, so daß wir in unserem Sprachgebrauch keineswegs immer vom harten Ja oder Nein auf welches "so gut wie" oder "kaum" ausweichen müssen. - Betrachten wir nun die Extremübergänge beim anfahrenden und anhaltenden Wagen sowie an der Grauwertskala:
Beispiel 1:
Anfahrender und anhaltender Wagen
Ein fahrender
Wagen hat eine relative Geschwindigkeit zum Boden, ein stehender dagegen
die Geschwindigkeit null. Wenn sich der Fahrvorgang auch im räumlich
endlichen Bereich abspielt, so ist doch die Wertung der
Fahrgeschwindigkeit zwischen Halten und Fahren mit dem Übergang vom
Nullextrem ins Endliche und gleichermaßen umgekehrt verbunden. Betrachten
wir zunächst den Bremsvorgang zum Halt.
Bei unterstellter
endlicher Bremsverzögerung wird das abgebremste Fahrzeug kontinuierlich
langsamer und langsamer, bis dann das offenbar plötzliche Ereignis des
Haltens eintritt. Zeitlos kann das Extrem des Haltens nicht erreicht
werden, weil nach Einstein im Universum nichts zeitlos geschehen kann.
Umgekehrt kann auch der Sprung vom Nullextrem des Haltens zur
Beschleunigung und später Gleichförmigkeit des Fahrens nicht zeitlos
geschehen. Offenbar bewerkstelligen Kupplung und Bremsanlage eine
Minderung der Härte des Übergangs. Und die Massenträgheit könnte auch
eine Rolle spielen. Daß diese Annahme die Verhältnisse nicht
befriedigend erklärt, zeigt das zweite Beispiel, bei dem die
Massenträgheit beim Objekt nicht im Spiel ist:
Beispiel 2:
Grauwertskala
Eine
kontinuierliche Grauwertskala, wie sie den Druckern für den Ausdruck von
,,Halbwerten" geläufig ist, reicht vom tiefsten Schwarz bis zum
weißesten Weiß. Beide Werte stellen die Extreme einer Grauwertung dar,
sofern man nicht darüber zu streiten gedenkt, ob es nicht doch noch eine
schwärzere oder weißere Farbe gibt. Uns interessiert der Übergang vom
extremen Schwarz oder Weiß zum ersten Grau, das sich gerade noch vom
extremen Schwarz bzw. Weiß unterscheiden läßt. Stellen wir höhere
Ansprüche, als unsere Augen ermöglichen, so werden wir eine
superempfindliche Elektronik dafür einsetzen. Sicher ist, daß uns auch
diese nicht weiterhilft, sondern nur
die Unterschiede in der Empfindlichkeit verschiedener Einrichtungen
aufzeigt. Das wesentliche ist wohl, daß man Grauwerte nur abtastend
unterscheiden kann, sei es durch Hin- und Herblicken oder durch Schwenken
einer Abtasteinrichtung. Zeitloses Abtasten ist unmöglich. In diesem
Beispiel liegt der nötige Zeitaufwand somit beim Beobachter. Wir wissen
damit immer noch nicht, wie sich der Übergang zum Extrem in diesen beiden
Beispielen vollzieht und suchen weiter nach einer Lösung:
Vielleicht hat es im ersten
Beispiel etwas auf sich, daß sich ein zum Stillstand abgebremster Wagen
letztlich in abklingender Vor- und Rückbewegung mehr oder weniger
schüttelt. Durch Massenträgheit entsteht eine gedämpfte Schwingung, in
deren letztem Nulldurchgang beim Bremsen der Wagen endlich stehenbleibt.
Beim Anfahren ist es ähnlich. Die gedämpfte oder angefachte Schwingung
ist polarisiert zu werten. Im Gegensatz zur unpolarisierten Wertung kann
bei der polarisierten auch auf den neutralen Nullpunkt, von dem die beiden
Zahlengeraden ausgehen, gewertet werden, weil hierbei Null nicht als
Extrem aufzufassen ist. Man könnte hiernach aussagen, daß die
unpolarisierte Wertung des Fahrens beim Extremübergang in Form der
gedämpften Schwingung in eine polariserte umschlägt und daß die Natur
auf diese Weise das Problem löst. - Im zweiten Beispiel wird der gesuchte
Übergangspunkt beim Abtasten eingeengt. Das geschieht ebenfalls in einer
gedämpften Schwingung. Die Massenwirkung ist sicherlich eine der
Voraussetzungen für das Aufkommen der gedämpften Schwingung. Im zweiten
Beispiel geht sie jedoch vom Beobachter aus.
Bei Wertungen, bei
denen ein Extrem nicht bezogen wird, haben wir den Eindruck, daß die
Wertung in einen unüberwindlichen Graben vor dem Extrem ausläuft. So
mögen wir immer größere Zahlenwerte erfinden, ohne dem Unendlichextrem
näher zu kommen. Auch mit kleiner werdenden Brüchen erreichen wir das
Nullextrem nicht. Gleichermaßen ist es bei den Entfernungen zum großen
und kleinen hin.
Alle weiteren
Erörterungen über die Unerreichbarkeit der Extreme sind überflüssig,
weil der Gedanke daran eine Fiktion ist. Er beruht darauf, daß unsere
Mathematik von extremen Prinzipien geprägt ist. Keine Größe im Kosmos
kann die Werte null oder unendlich annehmen, weil alle unsere
Erfassungsbereiche endlich sind. In der Vielfalt der Formen und Typen im
Kosmos gibt es weder die extreme Gerade noch den extremen Kreis, der kein
Vieleck ist. Auch die geometrischen Grundformen sind extrem geartet. Durch
die nichteuklidsche Metrik käme man zu einer teilweisen Anpassung der
Mathematik an die kosmischen Gegebenheiten. Ohne Zweifel ist es völlig
unsinnig zu behaupten, ein idealer Punkt habe keine Dimension, und man
könne zwischen zwei Punkten einer Linie unendlich viele weitere
unterbringen, wobei eine so geartet ideale unendlich lange Linie ,auch
nur" aus unendlich vielen Punkten bestehen kann. Nicht nur Flächen
und Raumbegrenzungen wären ideal so beschaffen, sondern schlechthin alle
geometrischen Formen. Sicher ist vielmehr, daß die kleinste Meßgröße
die Plancksche Elementarlänge von
in Verbindung
mit der Elementarzeit ist. Jenseits davon verlieren die Begriffe von Raum
und Zeit - und damit auch der Teilchenbegriff - ihren gewohnten Inhalt.
Eine entsprechende Schranke zum großen hin ist nicht bekannt, aber zu
unterstellen, weil unsere Erfassung mit Sicherheit im Endlichen endet. Mit
stärkeren Fernrohren dürfte die Grenze kaum mehr hinausgerückt werden
können.
Es bestätigt sich
immer wieder, daß wir die Grenzen unserer Erfassungsbereiche nicht
überschreiten können. Alles, was darüber hinaus unterstellt wird, ist
für den Physiker unzulässige Spekulation!
Ein besonders großer Teil unseres Gehirns ist für die Verfolgung von Geschehensabläufen in progressiver Zeit zuständig. Er macht uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewußt und läßt uns Relativbewegungen von Objekten im Universum verfolgen. Allerdings bedurfte es des Scharfsinns eines Einstein, um mit Ablaufproblemen wie Gleichzeitigkeit, Ursache und Wirkung usw. fertig zu werden. Wir beklagen, daß das Licht als unser einziger Mittler von fernen Geschehensabläufen nicht makellos ist. Es ist zwar schnell, aber nicht extrem zeitlos. Ein Lichtstrahl werde durch Masseneinwirkung leicht gekrümmt. So sagt man in herkömmlicher Denkweise. Einstein lastete den Makel nicht dem Licht an, sondern hielt ihn für eine Raumeigenschaft, denn für ihn war das Universum auch real ein vierdimensionales Raum-/Zeitkontinuum.
Ablauf geschehen will man im Raum exakt lokalisieren. Dafür wird ein Koordinatensystem benutzt, das man an einem Bezugspunkt zu verankern hat. Leider bietet uns die Natur solchen Fixpunkt nicht an. Darum sind im Grunde beliebig viele Koordinatensysteme denkbar, von denen jedes seine eigene System-zeit haben kann. Der Gedanke an den Ablauf einer absoluten Zeit ist - wie erwähnt- eine Fiktion!
Unsere Fähigkeit, das Ablauf geschehen zu erfassen, verhilft uns nicht nur zum Raumeindruck, sondern auch zur Unterscheidungsfähigkeit von Ruhe und Bewegung. Doch sie ist nur relativ geartet und vom Standpunkt des Beobachters abhängig. Ein mitgeführter oder parallel bewegter Beobachter entscheidet auf Ruhezustand. Übergeordnet absolut kann man keine Entscheidung über Bewegung und Ruhe im Universum treffen. In diesem Sinne entspricht die gleichförmige Bewegung dem Zustand der Ruhe, während Beschleunigung und Verzögerung auf eine Veränderung im Sinne von Bewegung hinweisen.
Bei der
Ablaufverfolgung ist von Belang, das wahre Sein vom Trug des Scheins zu
unterscheiden. Ein Beispiel:
Wenn wir mit unseren
Sinnesorganen im Raum -lokal weitgehend vom übrigen" abgegrenzt-
eine Abweichung im Zustand oder bewegungsmäßigem Verhalten feststellen,
so haben wir vermeintlich ein Objekt erfaßt, von dem wir zunächst nicht
wissen, ob es massiv oder ein Wellengebilde ist und ob es als Realität
oder Trug einzuordnen ist. Dafür müssen wir mit unseren Sinnesorganen
zusätzliche Merkmale finden.
Wir könnten uns eine
Lichtquelle denken, deren Strahlung von einem realen Objekt oder einem
reflektierenden Spiegel ausgeht. Dieser trügt hinsichtlich der
Lokalisierung und kehrt in einer Dimension um. Ein Schatten kann zum
Trugbild führen, ebenso die Massenwirkung des Lichts u.ä. Sind wir
überzeugt, daß keine Täuschung vorliegt, versuchen wir herauszufinden,
ob das Objekt massiv ist oder/und an anderen Wechselwirkungen teilnimmt.
Nur wenn das Objekt an wenigstens einer der bisher bekannten fünf
Wechselwirkungen teilnimmt, sprechen wir von Realität und halten es
herkömmlich - unter Zweifeln - für wahres Sein im Sinne eines
Schöpfungsergebnisses.
Gespiegelte
Objekte, auch negativ als Schatten, halten wir für Irrealität. Da unsere
Sinnesorgane auf Korpuskulares ausgerichtet sind, geben wir der Realität
als Wirklichkeit Priorität vor der Irrealität, der wir den Begriff der
Möglichkeit zuordnen. In der Polarisation des Wertungsdenkens sind
,,wahre" Wirklichkeit, also Realität, und die Irrealität mit ihren
- vielleicht nicht verwirklichten- Möglichkeiten einander von gleichem
Rang, aber wir zögern, den Bereich der Möglichkeit für den nicht als
wahr erkennbaren Bestand einer Traum- oder Phantasiewelt der Wirklichkeit
gleichzuachten. Doch wir sind verunsichert, wenn es darum geht, den
Gottesglauben entweder in die Realität oder Irrealität einordnen zu
müssen. Realität und Irrealität gehen offenbar im Sinne einer
polarisierten Wertung ineinander über. Wir haben nicht in jedem Fall die
Fähigkeit, scharf zwischen Realität und Irrealität unterscheiden zu
können. In Abschnitt 6 wird über den Einfluß des Glaubens auf die
Denkweise zu sprechen sein.

Abschnitt 2
Überlegungen zur Erkenntnistheorie
Mit dem dargestellten geistigen
Rüstzeug trachten wir mit geschärften Sinnen nach richtigem Erkennen,
nach wahren Aussagen, denn wir wollen uns nicht gern täuschen lassen.
So mühen sich schon viele Generationen mit
der Wahl der optimalen Erkenntnistheorie, aber auch ebenso viele mit der
Kritik daran. Man fand sie nicht und sieht auch kaum noch Möglichkeiten
für neue philosophische Erkenntnisse. Wie schon angedeutet, kann man so
gut wie alles, was für unumstößlich wahr gehalten wird, in irgendeiner
Hinsicht wieder infrage stellen. Man übt - zumeist berechtigte- Kritik
hinsichtlich des Erkennens, dann wieder Kritik an der Kritik usw., ohne zu
einer absoluten, von menschlichen Überlegungen unabhängigen Wahrheit
vorstoßen zu können.
Unsere Begriffsinhalte von Richtigkeit und Wahrheit sind weitgehend relativ, gelten also nur unter dem gewählten Bezug. Unter verschiedenen Bezügen kann oft zwischen wahr und unwahr hin- und herjongliert werden. Auch der Relativgegensatz von absolut und relativ beschäftigt uns oft, ferner der des Rationalen und des Irrationalen. Was unserem Verstande entspricht, bezeichnen wir als rational mit dem Gegensatz des Irrationalen. Wegen der Unerreichbarkeit der Extreme kann man in der Regel nicht das letzte Fünkchen des Gegensatzes, nicht einen Rest von Unwahrheit bei aller Wahrheit, nicht einen Rest von Absoluten im Relativen und nicht das letzte Irrationale aus dem Rationalen verbannen.
Mit einschränkenden Ausdrücken wie ,,so gut wie", ,,kaum" oder ,,weitgehend‘ pflegen wir auszudrücken, daß wir keine extreme Aussage machen können. Es läßt sich aber auch nicht extrem behaupten, daß überhaupt keine extreme Aussage gemacht werden kann. Diese Erkenntnis ist fundamental, weil sie unser herkömmliches Vorurteil über die scharfe Trennbarkeit des Realen vom Irrealen zerstört. Es liegt vielmehr ein Gegensatz der Wertung vor.
Mehrere Wissensgebäude?
Wenn wir aus unseren Erkenntnissen
ein Wissensgebäude erbauen wollen, obwohl wir wissen, daß unsere
Erkenntnisse nicht extrem richtig sein können, müssen wir sie zuweilen
in kompromißbereiter Weise aneinander angleichen. Doch dann können wir
nicht mehr behaupten, daß dieses Wissensgebäude das einzig mögliche und
richtige sei. Es ist in der Überlieferung organisch gewachsen. Ob es eine
bessere Alternative gibt, wissen wir nicht.
Geometrische Axiome und andere Wahrheiten
Immer noch auf der Suche nach
absoluten, vom menschlichen Bereich unabhängigen Wahrheiten, stoßen wir
vielleicht auf die geometrischen Axiome, die zwar auch nicht beweisbar,
aber durch ihre gute Überschaubarkeit so einleuchtend sind, daß eine
Kritik an der Richtigkeit schwerfällt. Als weitgehend absolut erscheint
uns auch das Teilungsverhalten der Zahlen, ihre Primzahleigenschaft und
noch einiges mehr im mathematischen Bereich. Auch einigen Naturkonstanten
in physikalischen Gesetzen trauen wir eine solche Rolle zu. So mögen wir
dem absoluten Wahrheitsextrem von Fall zu Fall näherkommen, aber mit der
Überwindung des Wertungsgrabens vor dem Extrem tun wir uns - wie schon
ausgeführt - schwer. Tröstlich könnte sein, daß dies vor dem
Unwahrheitsextrem auch so ist, so daß auch in dem Unsinnigsten noch ein
Körnchen Wahrheit stecken könnte.
Über Erkenntnistheorien selbst möge man in
der philosophischen Fachliteratur nachlesen. Festzuhalten ist, daß die
Denkweise des Physikers außerordentlich auf optimales Erkennen
ausgerichtet ist.
Die
Frage der Gleichwertigkeit verschiedener Möglichkeiten
Am Eingang dieses Abschnitts wurde
ausgeführt, wie wichtig die Bezugswahl für die Entscheidung auf wahr
oder unwahr ist. Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, die wahr erscheinen,
wählt man offenbar diejenige als richtig aus, die am besten ins übrige
Weltbild paßt. Wie fragwürdig diese Praxis ist, mag dieses Beispiel
beleuchten:
Einstein sagte über das Universum
aus, es sei ,,endlich, aber unbegrenzt". Er unterstellte dafür ein
sich immer mehr in die Unendlichkeit aufblähendes Universum. Sein starkes
Argument dafür war das rasante Fortstreben fernster Galaxien. Die Frage
ist, was hätte Einstein sonst aussagen können? Bei der Kombination
zweier eigenschaftlicher Begriffe gibt es vier Möglichkeiten; in diesem
Fall:
unendlich und unbegrenzt,
endlich, aber unbegrenzt (Einsteins Aussage),
unendlich, aber
begrenzt.
Da das
Endliche in der Regel begrenzt und das Unendliche unbegrenzt ist, haben
beide Begriffe eine gewisse Gleichsinnigkeit, so daß wir von zwei
bequemen Paarungen sprechen können. Die mit ,,aber" verbundenen sind
dagegen unbequem, weil deren Ungleichsinnigkeit wegargumentiert werden
muß. Einstein tat es mit der Erkenntnis des Aufblähens. Wer da meint, es
gäbe auch Argumente für ein Schrumpfen des Universums, würde die
Paarung ,,unendlich, aber begrenzt" wählen. Ohne ein
verstandesmäßiges Argument dafür wäre dieses Modell
,,irrational". Bei den bequemen Paarungen ist die Argumentation
leicht oder unnötig. ,,Endlich und begrenzt" ist das Universum, wenn
wir es, wie es nach wissenschaftlicher Verantwortung sein sollte, mit
unserem menschlichen Erfassungsbereich gleichsetzten. ,,Unendlich und
unbegrenzt" könnte es sein, wenn wir über unseren Erfassungsbereich
hinaus spekulieren würden.
Naturgesetzlichkeit und Tautologie
Beim Denken geht
es sehr wesentlich um die Verknüpfung von Begriffen, die wir - wie
eingangs beschrieben- durch Werten und Identifizieren von
Sinneswahrnehmungen oder abstrakt im Denken gebildet haben. Von der
Grammatik her ist uns geläufig, daß es eine ganze Reihe von Wort- und
damit Begriffsarten gibt. Wir können nach ,,Gutdünken" verknüpfen
oder aber nach den Grundrechnungsarten, vielleicht auch in Funktionen oder
in noch höherer mathematischer Denkweise. Verknüpfen wir zwei Begriffe,
die nach Zuweisung von Maßeinheiten dann zu Größen werden, so erwarten
wir das Verknüpfungsergebnis als dritte Größe, indem wir dafür eine
Maßeinheit systemgerecht einführen. Wenn die Aussage durch die Realität
immer wieder bestätigt wird, halten wir sie für ein Naturgesetz. Wir
können aber auch verunsichert sein und den Verdacht haben, daß nur
Tautologie vorliege.
Unter Tautologie
versteht man eine Doppelbeschreibung von gleichem mit unterschiedlichen
Worten. Das Standardbeispiel ist der weiße Schimmel. Weiß allein macht
zwar keinen Schimmel aus, aber die Weißfärbung ist doch das
wesentlichste Merkmal eines Schimmels. - Bei mathematischen Gleichungen
ist zu erwarten, daß auf beiden Seiten genau dasselbe steht, wenn
vielleicht auch unterschiedlich kaschiert. Bei den Gleichungen müßte
stets Tautologie vorliege.
Beispiele:
Geschwindigkeit = Weg 1 Zeit oder
Widerstand =
Spannung / Strom (Ohmsches Gesetz)
Wenn man keine rechte Klarheit hat, ob Naturgesetzlichkeit oder Tautologie vorliegt, sucht man Rat bei einem Modell oder wenigstens einer entlehnten Modellvorstellung, die in der Regel zwar einiges ,,leistet", aber oftmals von der Realität abweicht.
Da man offenbar vom Modell her nicht sicher über Naturgesetzlichkeit oder Tautologie entscheiden kann, sehen manche in einer irrationalen Konstanten in der Formel ein Echtheitsmerkmal für Naturgesetzlichkeit. Eine rationale Konstante kann man in der Regel durch eine Manipulation am Maßsystem beseitigen, eine Irrationalzahl hingegen nicht. Die Kreiszahl pi müßte darum die Kreisformeln
U=2 * pi * r und
zu echten Naturgesetzen abstempeln. Aber es ist leicht einzusehen, daß die Irrationalität von pi in einer Modellschwäche besteht. Es gibt bekanntlich keinen Kreis, der nicht mehr Vieleck ist. Durch die Differenz zwischen Vieleckseitenlänge und Bogen ist eine eindeutige Angabe nicht möglich. Auch die Lage des Radius oder Durchmessers ist nicht eindeutig, weil wir bei der Messung entweder auf eine Ecke oder mehr oder weniger auf eine Vieleckseite zielen. Wir müssen sicher beim Auftreten einer irrationalen Konstanten auf irgendeine Modellschwäche schließen.
Ein anderes Beispiel wäre die Plancksche Quantenformel W=h*v
h ist darin ein Grundwert, mit dem man die Frequenz zu multiplizieren hat, um die Energiemenge eines Quants zu erhalten. Wenn man die Energie als die Fähigkeit, Arbeit leisten zu können, definiert, gibt es dafür keine Anschaulichkeit aus irgendeinem Modell. Das Photon gehört zur elektromagnetischen Wechselwirkung, für die Modelle aus dem Makrokosmos nur bedingt brauchbar sind. Wäre es anders, so müßte es eine gemeinsame Feldtheorie für die Gravitation und den Elektromagnetismus und die übrigen Wechselwirkungen geben. Daran hat sich bereits Einstein über viele Jahre hinweg vergeblich die Zähne ausgebissen. Sehr viel weiter ist man auch heute noch nicht.
Man kann den
Streit über Naturgesetzlichkeit oder Tautologie sicher versöhnlich
beenden, indem man eine Wertung zwischen beiden unterstellt und jeweils
mehr zur einen oder zur anderen Seite tendiert.
Die
Rolle der Mathematik
Die Mathematik hat
außerordentlichen Einfluß auf die Denkweise des Physikers. Bei ihrer
Anwendung streben wir an, extrem genau zu sein, obwohl im Kosmos Extreme
so gut wie nicht vorkommen. In der Überfülle der Typen und Formen in der
Natur sind die geometrischen Figuren nicht vertreten. Die Gleichungen zu
den Figuren beinhalten extreme Gleichheit. Wenn wir sagen: 3 + 2 = 5,
steht auf beiden Seiten des Gleichheitszeichens extrem genau dasselbe,
weil wir dies bei der Verknüpfung der natürlichen Zahlen als extrem
genau festgelegt haben. Wir sagen, wie ausgeführt, das Krumme im Kosmos
könne nur optimal mit der extrem geraden Latte der Mathematik gemessen
werden.
Wenn man dieses Argument nicht anerkennen müßte, wäre die Mathematik als widernatürlich zu verteufeln. Durch die mathematische Genauigkeit erreichen wir ein Höchstmaß an Bestimmtheit bei der Voraussage des physikalischen Ablaufgeschehens. Aber dies gilt offenbar nur für die Welt des großen, für den Makrobereich. Im Mikrobereich hingegen dominiert das Wirbelgeschehen mit seiner Unbestimmtheit. Mit den Methoden extremer Bestimmtheit ist hier nichts auszurichten. Der Wirbel hat eine Vielzahl von Einflußgrößen, so daß er mathematisch nicht im einzelnen beherrschbar ist, sondern nur global mit statistischen Verfahren.
Einstein hat zwar
gesagt: ,,Gott würfelt nicht", um auszudrücken, daß er von einer
durchgehenden Bestimmtheit und damit Vorausbestimmbarkeit des
Ablaufgeschehens überzeugt war. Er meinte demnach, wenn wir besser in
Mathematik wären, könnte man auch im Mikrobereich den Ablauf
vorausbestimmen. Damit hätte man dann den Zufall, dessen Bundesgenosse
der Wirbel ist, besiegt. Aber Einsteins Voraussage erfüllte sich nicht.
Dennoch gibt es den ausschließlichen Zufall nur bei einer unendlichen
Zahl von Einflußgrößen, denn Bestimmtheit und Zufall stehen in einem
Wertungsgegensatz bei Unerreichbarkeit der Extreme.
Es wäre doch
merkwürdigerweise auch ein Extrem, wenn im Makrobereich völlige
Bestimmtheit herrschen würde. Wir haben in der Welt des großen auch nur
,,fast" völlige Bestimmtheit. Während der Wirbel die Bewegungsform
der Unbestimmtheit ist, ist extreme Rotation diejenige der Bestimmtheit.
Die totale Rotation ist nur gegeben, wenn sämtliche Punkte auf dem Radius
des Rotationskörpers extrem dieselbe Umlaufgeschwindigkeit um die
Rotationsachse haben. Dieses Extrem wird bei Festkörpern nahezu erreicht,
weil diese eine nahezu totale innere Verkettung ihrer Bestandteile
aufweisen. Bei sich drehenden Flüssigkeitstropfen und Gaswolken wird das
Rotationsextrem dagegen weniger erreicht. Aber auch Festkörper sind mehr
oder weniger labil. Denken wir nur daran, daß bei Steigerung der
Rotationsfrequenz, also beim Überdrehen, Abplattung und Ringablösung wie
beim Saturn und schließlich ,,Aufwicklung" zum Trabanten eintreten.
Auch im
Makrobereich gibt es Wirbelwirken. Beispielsweise kann man das Wirken der
Meeresbrandung nicht in Einzelheiten vorausbestimmen. Die Physiker haben
sich daran gewöhnt, das Wirbelwirken im Makrobereich irgendwie zu
unterdrücken oder auf Rotation zu idealisieren. Dies will leider für den
Mikrobereich nicht gelingen. Die Welt des großen und die des kleinen
unterscheiden sich in den physikalischen Prinzipien wahrscheinlich kaum.
Der vermeintliche Unterschied - auch in bezug auf Bestimmtheit und
Wahrscheinlichkeit- ergibt sich im wesentlichen aus den Möglichkeiten und
Fähigkeiten des Menschen.
Parität ist die Anzahlgleichheit von gegensätzlich gearteten Objekten. So unterscheiden sich Elektronen von Positronen nur durch den entgegengesetzten Spin, womit man das Verhältnis der Fortbewegungsrichtung zu derjenigen der Eigendrehung meint. Da es sehr, sehr viele Elektronen im Verhältnis zu einer geringen Anzahl von Positronen gibt und dies bei anderen Teilchen und Antiteilchen auch so ist, ist die Parität im Kosmos offenbar stark gestört. Es herrscht eindeutig der Linksspin vor. Hierdurch wird die massemäßige Aufzehrung der Materie durch Antimaterie vermieden. Allerdings sind wir unsicher, ob man den Begriff ,Antimaterie‘ bereits im Falle entgegengesetzten Spins gebrauchen sollte.
Das geometrische Gegenüber zur Anzahlparität ist die Symmetrie. Es handelt sich um die Hälftengleichheit einer spiegelungsgleichen Figur mit Umklappbarkeit der Hälften um eine Symmetrieachse. Wir haben Anhaltspunkte dafür, daß die aus der Welt des großen gewohnte Symmetriebestimmtheit im Mikrobereich gestört sein könnte.
Dies wäre in bezug auf die Denkweise in der Physik eine bittere Pille. Wir sind im Makrobereich an die Sicherheit gewöhnt, daß bei einer Spiegelung ohne Ausnahme nur eine Dimension umgekehrt wird. Wir können diese Gewißheit dazu benutzen, die Realität vom Schein der Spiegelung zu unterscheiden. Der schroffe Gegensatz von Sein und Schein würde bei Symmetriestörung in weiche Wertung übergehen.
Die Reihe von
Einflußmöglichkeiten auf unsere Erkenntnisse ist damit sicherlich nicht
vollständig. Es sollte nur aufgezeigt werden, welchen Schwierigkeiten
sich der Physiker bei der Erarbeitung eines physikalischen Weltbildes
gegenüber sieht. Die Überlegungen zu unseren Modellvorstellungen in
Abschnitt 4 werden dies vertiefen.

Es ist nützlich, aus dem
Gesamtverständnis des physikalischen Weltbildes heraus einige ,Hilfen‘
zu entwickeln, durch die Antworten verfügbar sind, wenn in
unterschiedlichen Zusammenhängen ähnlich geartete Fragen aufkommen. Für
derartige Hilfen müssen wir zunächst manches als richtig unterstellen,
das erst im folgerichtigen Darstellungsablauf begründet werden kann.
Unsere ,Hilfen‘ sind angesiedelt
2. im Verständnis der ,,Löcherleitung",
3. unter der Polarisierung der Raumfüllung,
4. in den physikalischen Begriffsdefinitionen,
5. insbesondere in einem geänderten Verständnis des Kraftbegriffs und
6. im Zusammenhang von
Wirbel, Rotation, Welle und Korpuskel.
Die
Überlegungen hierzu führen unser Denken u.a. auf den Weg zur
unverzichtbaren bestmöglichen Modellvorstellung im physikalischen
Weltbild.
Hilfe 1:
Als
Beispiel für praktisches Wertungsdenken befassen wir uns mit dem Begriff
,,Bewegung". Wir werden sogleich Form und Ausmaß der Bewegung
gegenüber dem übrigen wertungsmäßig hinterfragen. Es wurde bereits
ausgeführt, daß extrem gerade Bewegungen von materiellen Objekten im
Hinblick auf die Massenwirkung ausscheiden. Anderseits kann sich auch
niemand etwas unter einer extrem gekrümmten Bewegung vorstellen.
Wertungen auf diese beiden Extreme scheiden somit aus, ebenso wie die
materiellen Wertungen auf die Extreme des Nichts und des Etwas. Der
Begriff der Materie muß demnach auf einer Skala zwischen diesen beiden
Extremen angesiedelt sein. Dies entspricht einer Wertung der Raumfüllung,
die - wie unter Hilfe 3 erläutert - im Hinblick auf ,,Löcher‘
polarisiert sein muß.
Eine Materiekonzentration, z.B. ein Gestirn, kann als ein vom übrigen abgegrenzter Körper, als in sich geschlossene unabhängige Bewegungsform, rotieren, oder aber als offene Bewegungsform mit weit ausgreifenden Armen wirbeln. Das Perpetuum mobile der extrem geschlossenen Bewegungsform ist ebenso unerreichbar wie die extrem offene Bewegungsform mit Wirbelarmen, die in die Unendlichkeit reichen. Aus dieser Sicht können wir auch nicht die Gegebenheit eines Ursubstrats erwarten, was durch den negativen Ausgang der Weltätherversuche bestätigt wurde. Aber auch die Unterstellung einer extremen Leere müssen wir verbannen, etwa als Umgebung eines Schöpfungsergebnisses ,Universum‘. Wir müssen schon vom praktischen Wertungsdenken her eingewurzelte Vorurteile aufgeben. Die Notwendigkeit dazu setzt sich über das gesamte physikalische Weltbild fort. Ein Zurück aus dem Zwang zum praktischen Wertungsdenken ist offenbar nicht möglich.
Hilfe 2:
Wer meint, daß massive Körper in der vermeintlich extremen Leere des Raumes problemlos verschiebbar seien, wird angesichts des Phänomens der Trägheit nachdenklich, sei es, daß er diese dem massiven Körper zuordnet, oder aber -widersinnig- als Eigenschaft der Leere, etwa im Sinne eines nicht nachzuweisenden Weltäthers, auffaßt.
Klarheit kommt erst in das Prinzip durch die ,,Löcherleitung", die zwar anfangs nur der elektromagnetischen Wechselwirkung zugeordnet wurde, aber offenbar auf alle Wechselwirkungen zu verallgemeinern ist. Der Begriff der Löcherleitung kam erst vor einigen Jahrzehnten auf, als es galt, eine Theorie für die zum Teil ungewohnten Eigenschaften der Transistoren und sonstiger Halbleiter zu schaffen. Eine Erklärung für deren Verhalten gab es nur durch die Unterstellung eines zum Elektronenstrom gegenläufigen Löcherstroms. Zum Strömen der Elektronen müssen zunächst Löcher geschaffen werden, die gerade so beschaffen sind, daß in jedem gerade ein Elektron Platz findet. Es ist zu folgern, daß entgegen dem Elektronenstrom spiegelbildlich ein Löcherstrom fließt. Die raumfüllungsnegativen Objekte werden als Defekt-Elektronen -im Sinne von fehlenden- bezeichnet. Der Verfasser hält die Bezeichnung ,Vakanz-Elektronen‘ für besser.
Unter dieser Anschauung
ist die Raumfüllung polarisiert zu werten. Der Körperhaftigkeit der
Elektronen kommt das positive Vorzeichen zu, was wahrnehmungsmäßig als
,Wirklichkeit‘ aufzufassen ist. Die Vakanz-Elektronen erhalten
raumfüllungsmäßig das negative Vorzeichen und sind damit als
,Möglichkeit‘ zu verstehen, gerade je ein Elektron aufnehmen zu können.
Bei Verallgemeinerung auf alle Wechselwirkungen kann auch ein
nichtelektrisches Objekt wie ein Massekörper nur an einem Ort sein, an dem
die Möglichkeit für seine Aufnahme, also sein Vakanzobjekt, gegeben ist.
Dies wird noch näher erläutert.
Hilfe 3:
Die
Polarisierung der Raumfüllung
Wenn auch das Grundlegende zur polarisierten Wertung der Raumfüllung schon im vorigen Abschnitt ausgeführt wurde, so blieb doch die Frage offen, worin die Raumfüllung überhaupt besteht, wenn es, wie aus den Versuchsergebnissen erkenntlich, ein Ursubstrat der Materie nicht gibt. Wenn Materie nur Strukturwirklichkeit und Materie-Vakanz nur Strukturmöglichkeit wäre, bliebe wiederum die Frage, was strukturiert ist, offen. Wir müssen uns den Hintergrund des Materiebegriffs neu erarbeiten oder ihn im Einsteinschen Sinne in die Mathematik verlagern.
Zunächst nur das Beispiel der Meereswelle:
Die Wellenberge aus
Wasser haben offenbar mehr Raumfüllungspositivität als die Wellentäler
aus Luft, wenngleich auch diese noch raumfüllungspositiv sind. Die innere
Verkettung der Bausteine ist bei der flüssigen Zustandsform zweifellos
größer als beim gasförmigen Zustand der Luft. Die Zustandsformen sind
somit ein wichtiger Wertungshintergrund. Dagegen fehlt in
raumfüllungsnegativen Bereichen eine analoge Erkennbarkeit von Struktur und
Zustandsform. Wir können darum behaupten, das Raumfüllungsnegative sei
nicht strukturiert, oder es fehle nur an der Erkennbarkeit dafür. Letzteres
dürfte richtig sein, weil z.B. die freien Elektronenplätze im Atom zwar
den Raum für verschiedene atomare Bausteine bieten, aber nur die
Strukturanlagen für Elektronen haben.
Was mit der polarisierten
Wertung der Raumfüllung gemeint ist, erfährt auch ein stationär im Wirbel
positionierter Beobachter, der abwechselnd von einem raumfüllungspositiyen
und einem raumfüllungsnegativen Wirbelarm eines Spiralnebels überlaufen
wird. Sein Schreibgerät registriert die Raumfüllungswertung als
Sinuskurve, die als abstrakt gelten muß. Aber ein Beobachter, der das
Wellengeschehen am Meer beobachtet, sieht darin eine Realität. Mit einer
Maßeinheit für diese Wertung haben wir es nicht leicht.
Hilfe 4:
Physikalische
Begriffsdefinitionen
Seitdem man nicht mehr
sagen kann, was Materie als Substanz ist und seitdem man mit der Ergründung
eines Ursubstrats scheiterte, sind die Definitionen für unsere
physikalischen Begriffe so ins Wanken geraten, daß schon Einstein den
Welthintergrund nur noch mathematisch sah. Durch konsequentes Wertungsdenken
setzt sich dieser Trend fort. Dagegen gibt es das schwerwiegende Argument,
daß die Trägheit schon bei Einstein ,,übrig" geblieben war. Sie
paßt nicht zu dem, was wir herkömmlich unter Mathematik verstehen.
Einsteins mathematische Betrachtungsweise hat Absolutcharakter im Sinne von
übergeordneter Denkweise, die uns Menschen mit unserem Relativdenken
Schwierigkeiten bereitet. Die ,Fühlbarkeit‘ der Trägheit treibt uns auf
den Boden der Relativität zurück. Das Fazit aus dieser Hilfe ist die
Erkenntnis, daß wir mit Versuchen des Übergangs vom Relativen ins Absolute
scheitern!
Hilfe 5:
Die
Anschaulichkeit des Kraftbegriffs
In Einsteins
mathematischer Denkweise ist der I<raftbegriff überflüssig, aber
dennoch nicht aus der Physik zu verbannen. Man will wissen, ob z.B. die
Planeten und Monde mit einem Medium ähnlich wie Hydraulik-Flüssigkeit beim
Turbinen-Drehmomentwandler geführt werden, weil man der Mathematik dies
nicht zutraut.
Die Definition des
Kraftbegriffs wird sehr von der Auffassung über die Raumfüllung
beeinflußt. Gegenwärtig haben wir wohl nur die Wahl, entweder Einsteins
Gedanken zu folgen, oder ein Medium für die Führung der Himmelskörper zu
finden. Nicht genug damit, es gilt, die Hintergründe von bisher fünf
Wechselwirkungen aufzuklären, und vielleicht noch für viele weitere, die
bisher noch nicht entdeckt sind. Vor allem fehlt die gemeinsame Feldtheorie
für die Verknüpfung der Wechselwirkungen.
Hilfe 6:
Rotation
- Wirbel - Welle - Korpuskel
Bei der Befassung mit dem physikalischen Weltbild sind
Rotation und Wirbel
sowie
Welle und Korpuskel
die wichtigsten
Wertungspaare.
Von Rotation‘ sprechen
wir, wenn bei der Drehbewegung um eine Achse ein endliches Zentrum besteht,
in dem die innere Verkettung der sich verkettet drehenden Bewegungselemente
extremnahe fest ist, so daß alle Punkte des Radius nahezu ständig eine
extremnahe Gerade bilden. Ein extrem unendlich großes Objekt dieser Art ist
unvorstellbar. Die starre Rotation risse an der Verkettungszone spontan ab,
sofern keine Übergangsstufen flüssigen und gasförmigen Zustands sowie
Plasma vorhanden wären, welche das im Zentrum rotierende Objekt letztlich
wirbeln ließen und kräftemäßig führen würden. Da bei totaler Rotation
kein Austausch von Bewegungselementen mit dem übrigen Universum stattfinden
kann> beinhalten die Wirbelarme unter Zeitverlust den Transport von
Bewegungselementen, sowohl absorbierend zum Zentrum hin als auch emittierend
heraus. Ein solches Objekt ist gleichermaßen Speicher und Umformer.
Beim Wirbel bahnt sich im
Innern unter der partiellen Gegenläufigkeit von Zu- und Abstrom eine
Verkettungszone gestufter Zustandsformen zwischen fest und plasmaartig an.
Bei der Begegnung von Zu- und Abstrom kommt es nicht nur zum Stau, sondern
auch zu Kollisionen, durch die Untersysteme mehrerer Größenordnungen
entstehen können. Unter der nach innen zu wachsenden Festigkeit, wird die
Vorausbestimmbarkeit im Ablaufgeschehen erhöht, während nach außen zu die
dem Wirbel eigene Unbestimmtheit bei loser werdender Verkettung zunimmt.
Das entworfene Korpuskelmodel 1
kann als kosmosumspannend gelten, sofern man hinsichtlich der steten
Wiederholung der Zustandsformen und anderer Gegebenheiten keine genaue
Übereinstimmung erwartet. So hat unser Planet Erde sicher eine
Flüssigkeitsschale und eine Gashülle, aber die Zwischenstufen bis herab
zum Gravitonenwirbel kennen wir nicht, Bei der Venus und anderen fehlt die
Flüssigkeitsschale.—Beim Tiefdruckgebiet des Wetters oder bei einem
Sandwirbelsturm sind noch andere Gegebenheiten zu beachten., und im
Mikrobereich ganz besonders. Doch spricht man modellmäl3ig auch hier von
Tröpfchen und Gaswolken.
Wenn man das Universum mit einem
hydraulischen Drehmomentwandler vergleichen möchte, mül3te man mehr
über den Übergang von einer Gashülle zum Gravitationswirbel wissen.
Nach dem gegenwärtigen Wissensstand kann man entweder nur auf
Trägerteilchen der Gravitation spekulieren, oder man muß Einsteins
mathematischen Welthintergrund unterstellen. Für einen Gravitationswirbel
ist es gleich, ob Gravitonen oder Mathematik wirbeln. Jedenfalls hat
Kepler bereits den Gravitationswirbel unseres Sonnensystems und der
Planeten in seinem 3.Gesetz beschrieben. Hier auf ist zurückzukommen.
Die Korpuskel erscheint uns
raumfüllungspositiv in ihrem raumfüllunngsnegativen Loch, dem wir erst
bei dem Versuch einer Verschiebung angesichts der Trägheit Beachtung
schenken.
Wir können die Korpuskel und ihr
negatives Gegenüber auch als Gebilde der Welleninterferenz beschreiben.
Der Leser möge sich —auf der Suche nach Hilfen— anhand einschlägiger
Fachliteratur mit dem Wesen der Welle, insbesondere mit ihrer Interferenz,
beschäftigen und erkennen, daG die eine Halbwelle raumfüllungspositiv
und die andere raumfüllungsnegativ ist. Im Zuge der Welle wird das
unbekannte Was der Raumfüllung gegenüber den übrigen Rauminhalten
gleichförmig fortschreitend vom jeweils raumfüllungspositiven in einen
raumfüllungsnegativen umgefüllt. Die Welle ist somit ,,unterwegs
befindlich" im Gegensatz zum korpuskularen Speicher. In ihm wird der
wechselnde Halbwellenfluß zum Speicher und Vakanzspeicher
,,zusammengewickelt", wobei der zur Rotation gehörige Begriff
,,Wickeln" falsch ist. Für das entsprechende Gegenüber des Wirbels
müGte ein neuer Begriff erst vom Korpuskelmodell hergeleitet werden. Die
raumfüllungspositive Halbwelle führt im Speicher zu dem, was unseren
Sinnen korpuskular erscheint, die negative hingegen zur Unterstellung der
Vakanz von Korpuskularem, jedoch nicht zur extremen Leere. Die Einzelwelle
ist eine Fiktion. Erkennbar sind nur Wellenzüge. —— Man stelle sich
das Wellenwirken bei Interferenz vor! Jede interferiert mit anderen zu
gesetzmäßigen Ergebnissen, die in der zuerst beschriebenen Version
Korpuskeln und Vakanzkorpuskeln genannt werden. Korpuskel und Welle sind
für unseren relativ gearteten Geist nur zwei unterschiedliche
Erscheinungsformen des gleichen Phänomens, das wir begreifen wollen, ohne
die Was—Frage der Materie beantworten zu können. Dem Materiebegriff
steht in ähnlicher Weise der Energiebegriff gegenüber, dessen Wesen sich
keineswegs mit der Definition erschöpft, Energie sei die Fähigkeit,
Arbeit leisten zu können, etwa Arbeit an Materie, die nur
Erscheinungsform einer Wechselwirkung ist?
Die dargestellten Hilfen mögen beim
Durchdenken von Einzelproblemen nützlich sein. Darum anschließend ein
Beispiel, an dem vielleicht Erkenntnisse zu gewinnen sind. Es geht um
Photonen und Elektronen, die beim aktiven Schwingkreis in Feld— und
damit Raumzustände um— und zurückgewandelt werden. Hier erkennt man,
daß Photonen, die Träger der elektromagnetischen Wechselwirkung, trotz
Bewegungsmasse keine ,,Etwas"—Geschöpfe in vermeintlicher Leere
sind, sondern nur Erscheinungsformen ihrer Wechselwirkung. Bei Elektronen
ist ebenfalls hiervon auszugehen, aber sie nehmen auch an der
Gravitationswechselwirkung teil. Hier das Beispiel:
Beispiel aus der Elektrizitätslehre:
Um Gleichstrom fließen zu lassen, müssen
von einer Stromquelle her Elektronen auf einem Leiter in Bewegung gesetzt
werden. Sie fließen vom Minuspol der Quelle über den stromverbrauchenden
Leiter zum Pluspol. Wichtig ist es zu wissen, daß dem Elektronenstrom ein
,,Löcherstrom" entgegenfließt, den wir Vakanzelektronenstrom nennen
wollen. Aus diesem Modell folgt, daß ein als ruhend angenommenes Elektron
räumlich mit dem Vakanzelektron identisch ist. Nur die Bewegung in Quelle
und Leiter trennt beide. Polen wir den Strom periodisch um zum
Wechselstrom, so wechseln Strom und Löcherleitung periodisch die
Richtung, so daß man größte Mühe hat auszusagen, wo in einem
bestimmten Augenblick sich das Elektron und wo sich das Vakanzelektron
befindet. Wenn man das Elektron als positiv raumfüllend ansieht, kommt
dem Vakanzelektron als ,,Loch" die negative Raumfüllung zu. In
welchem Substrat sich das Loch befindet, das ein Elektron aufnehmen kann,
läßt sich nicht sagen, weil alle Versuche, ein Ursubstrat nachzuweisen,
fehlgeschlagen sind. Wir können daher nur aussagen, daß es sich beim
elektrischen Strom um einen über einen elektrischen Leiter geführten
Umfüllvorgang von Raumfüllungspositivität in Raumfüllungsnegativität
und umgekehrt handelt. Die Verhältnisse, wo ist was, erscheinen uns
chaotisch und mit den aus dem Makrobereich gewohnten Mitteln zur
Vorausbestimmung nicht lösbar.
Dasjenige, was die Trennung von Elektron und Vakanzelektron bewirkt, nennen wir Ladung. Die Elemente einer Ladung sind Photonen, in denen wir die Trägerobiekte der elektromagnetischen Wechselwirkung sehen. Sie haben keine Ruhemasse, wohl aber Bewegungsmasse, wie der fotoelektrische Effekt beweist. Die massiven Elektronen gelten als Ladungsträger. Leider fehlt uns die rechte Modellvorstellung, das vermeintliche Etwas einer als Wolke gedachten Ladung vom massiven Körper eines Elektrons unterscheiden zu können, denn in beiden Fällen handelt es sich nur um substratlose Strukturen, die man — wenn überhaupt— nur mit geometrischen Mitteln beschreiben kann. Das ist unser Problem.
Bei mehr Befassung mit der Elektrizität stoßen wir auf die Phänomene von Kapazität und Induktivität, deren Einfluß auf das Geschehen als bekannt vorausgesetzt wird. Kapazität wird durch einen Kondensator realisiert, der aus einander gegenüberstehenden Platten mit einem isolierenden Dielektrikum zwischen diesen besteht und elektr. Ladungen speichern kann, während die Induktivität einer Spule durch deren Selbstinduktion, wenn sie vom Strom durchflossen wird, zum Aufbau eines Magnetfeldes um sie herum führt. Kondensator und Spule haben demnach gegensinnige Funktion, durch die man sie zum Aufbau eines Schwingkreises nutzen kann. Man schaltet beide parallel und kann dann den so gewonnenen Schwingkreis dazu anregen, die im Kondensator gespeicherte Ladung in ein Magnetfeld um die Spule umzuwandeln, während diese nach Entladung des Kondensators ihr Feld zusammenbrechen läßt und die Ladung im Kondensator wieder herstellt, so daß das Spiel von neuem beginnt. Die Periodenlänge richtet sich nach der in Farad zu messenden Kapazität des Kondensators und nach der Induktivität der Spule, gemessen in Henry. Die durch Anstoßen erreichte Schwingung ist nur gedämpft möglich, aber durch Zuschalten eines aktiven Bauelements wie Transistor oder Elektronenröhre kann man sie dauerhaft erhalten und bei hohen Frequenzen ohne Leiter über eine Antenne in den
—nicht nachweisbaren-- Äther
abstrahlen. Dies wäre anschaulich, wenn man nicht fragen müßte, wie die
Trägerfunktion des Elektrons für die aus Photonen bestehende Ladung vor
sich geht und welche Rolle dabei dem isolierenden Dielektrikum zukommt.
Man müßte dazu wissen, was die massive Struktur des Elektrons ausmacht
und in welcher Struktur wir uns die Ladung vorzustellen haben. Diese Frage
ist leider nicht erschöpfend zu beantworten. Dazu ein Ausblick am
Schluß!
Wir wissen nur, daß die Ladung
durch Photonen den Ladungsraum zum elektrischen Feld macht, dem das
elektromagnetische Feld der Spule ebenfalls als Feldraum gegenübersteht.
Der Raumbegriff ohne Feld ist nichtssagend, aber mit einem Feld wird er
mit diesem identisch und erhält in seiner positiven oder negativen
Füllung

Abschnitt 4
Unmittelbare
und entlehnte Modelle
Die sichtbaren Modelle liefern gute
Anschaulichkeit für die im Makrobereich wichtigen Naturgesetze. Als
Beispiel sei das Hebelgesetz
Kraft1/Kraft2 = Last2/Last1
genannt. Für das Verständnis der naturgesetzlichen Begriffsverknüpfung solcher unmittelbaren Modelle gibt es in der Regel keine Schwierigkeiten. Sie sind rational. Es stört kaum, daß sich Größen wie Kraft und Last nicht extrem genau messen lassen, wie es nach der geforderten extremen Gleichheit zwischen beiden Seiten der Gleichung nötig wäre.
Für die Anschaulichkeit im Mikrobereich gibt es leider so gut wie keine unmittelbaren Modelle. Sie müssen gewöhnlich dem Makrobereich entlehnt werden. So können Modelle aus dem Bereich der Gravitationswechselwirkung mit mehr oder weniger Übereinstimmung auf die Bereiche der anderen Wechselwirkungen übertragen werden. Modellmängel werden zwangsläufig in Kauf genommen. Man ist froh, wenn die entlehnten Modelle im wesentlichen das ,leisten", was man von ihnen erwartet.
Das folgende Beispiel vom Ohmschen
Gesetz
Spannung/Strom = Widerstand
zeigt, wie man bei dem Versuch einer
Modellübertragung vom Makro- in den Mikrobereich von der Realität in die
Versinnbildlichung abgleiten kann. Es gibt sicher verschiedene entlehnte
Darstellungsmöglichkeiten.
Wir denken uns ein mit Flüssigkeit
gefülltes hohes Gefäß mit einem nach Möglichkeit veränderlichen
Längsschlitz über die gesamte Wandungshöhe. Die Höhe des
Flüssigkeitsstandes im Gefäß gegenüber dem Boden
,,versinnbildlicht" die Spannung, die Ausflußmenge aus dem Spalt die
Stromstärke und die jeweils
eingestellte Schlitzbreite den Widerstand oder -reziprok- den Leitwert.
Leider läßt das Modell nicht das Wirken
einer Stromquelle erkennen. Es zeigt auch nicht richtig, wie dem mit
Wasser versinnbildlichten Elektronenstrom ein Defektelektronen Strom
entgegenfließt, wenngleich die ungeordnet zuströmende Luft dies
andeutet. Im Modell, in dem das Wasser einfach abfließt und erneuert
werden muß, ist nicht wie beim elektrischen Strom ein Kreislauf zu
erkennen. Die Funktion geht von der Schwerkraft der Erde aus und nicht von
einem Phänomen der elektromagnetischen Wechselwirkung. So ein Modell mag
für die Elektrizitätslehre fundamental sein, aber an Realität ist es
arm. In anderen Fällen ist es ebenso.
Strömungsmodelle können in vielen
Variationen nützlich sein. Da ist der im Schwerkraftfeld der Erde in Gang
gesetzte Wasserstrom, der Fluß, der bestrebt ist, hineingeworfene
Schwimmkörper auf den Wert der Stromgeschwindigkeit hin zu beschleunigen
oder auch, z.B. bei einem entgegengesetzt gerichteten Wurf, zu verzögern.
Die Antwort auf die Warum-Frage kann man in unterschiedlichen Versionen
geben, sowohl aus dem herkömmlichen physikalischen Denken als auch im
Versuch kosmosumspannender Denkweise, wie folgt:
Die Bewegungselemente des Stroms
sind korpuskulare eigendrehende Bewegungsformen in der Wertung zwischen
Rotation und Wirbel. Ihr Wirbelanteil ist durch das Ausgreifen der
Wirbelarme dafür offen, mit Wirbelarmen anderer Korpuskeln, also auch mit
denen des Schwimmkörpers, in Wirkenszusammenhang zu geraten. Auf diese
Weise wird der Schwimmkörper erfaßt und beschleunigt bzw. verzögert.
Diese Vorstellungsweise möchte man gern verallgemeinern. Machen wir einen
Versuch im Bereich der Gravitationswechselwirkung!
Beispiel: Gravitation
Vor Entwurf eines Modells muß ausgesagt werden können, was Gravitation ist bzw. auf was sie beruht. Der größte Denker auf diesem Gebiet hat uns gelehrt, daß es nach dem endgültig negativen Ausgang der Ätherwindversuche mit großer Sicherheit ein Ursubstrat im Sinne des Newtonschen Weltäthers nicht geben kann. Der Welthintergrund könne daher nur noch geometrischer Natur sein. Es gäbe gar keine Kräfte der Gravitation, sondern nur zwangsläufige Bewegungen wie auf einem Relief, so daß das Universum ein vierdimensionales Raum-/ Zeitkontinuum in ausschließlich geometrischer Raumstruktur sein müsse. Zum herkömmlichen Mathematikbegriff paßt es gar nicht gut, die Rolle eines Ursubstrats als Welthintergrund übertragen zu bekommen.
Andere Physiker halten Kleinstobjekte, die Gravitonen, für die Träger der Gravitationswechselwirkung. Auf diese könnte man ein Strömungsmodell weitaus besser anwenden. Unter Gravitonenströmen könnte man sich mehr vorstellen als unter strömender Geometrie. Leider gelang es bisher nicht, das Graviton oder irgendein anderes Trägerobiekt als für die Wechselwirkung der Gravitation maßgebend zu entdecken. Die Aussichten sind schlecht, weil unser Erfassungsbereich für Teilchen schon fast an die Grenze der Planckschen Elementarlänge heranreicht. So bliebe nur noch die Möglichkeit, die Gravitonen Jenseits dieser Schranke anzusiedeln, Jedoch ohne Entdeckungsmöglichkeit. Alles bliebe weiterhin Spekulation.
Dennoch ist es für unsere Modellanwendung ziemlich gleichgültig, ob die Gravitationkräfte auf Mitnahmebestreben im Strom von Gravitonen oder von Geometrie beruhen:
Die Kraft der
Erdanziehung müßte nach dem Strömungsmodell mit Gravitonen- oder
Geometriezustrom aus allen Richtungen senkrecht zur Erde zu identifizieren
sein. Die Elemente des Gravitanenstroms wären sicher - wie andere auch-
Bewegungsformen in der Wertung zwischen Rotation und Wirbel.
Die Wirbel des
Gravitonenzustroms zur Erde erfassen offenbar mit ihren Wirbelarmen
diejenigen der Fallkörperbausteine und erteilen so allen Stoffen
-unabhängig von deren Dichte - dieselbe Fallbeschleunigung, wie es der
Beobachtung beim freien Fall entspricht.
Aber auch die
Zentrifugal- und Corioliskraft sind nach dem Strömungsmodell zu erklären
und zwar als Abstrom. Lassen wir ein Schwungrad rotieren, so führen wir
ihm zunächst beim Antrieb Energie zur Überwindung der Trägheit zu, die
es als Zentrifugal- und Corioliskraft wieder herausgibt, wiederum unter
dem Phänomen seiner Masse.
Dem
Strömungsmodell steht wertungsmäßig das Wellenmodell gegenüber. Für
die Gravitation hat es weniger Bedeutung, weil uns Gravitationswellen kaum
beschäftigen> wohl aber für den Elektromagnetismus, weil die
elektromagnetische Welle für unser physikalisches Weltbild von
allergrößter Bedeutung ist.
Während Strömen
Mitführung, also Transport, beinhaltet, ist dies bei Wellen kaum der
Fall. Jeder Seemann weiß, daß er mit Wellen allein zu keiner Bewegung
über Grund kommt. Da aber die Extreme von Strömung und Welle wieder
unerreichbar sind, ergibt sich:
Keine Welle gänzlich ohne
Strömen, kein Strom
gänzlich ohne Welle!
Entkleidet man die Welle
gänzlich ihrer externen Strömungskomponente, so kommt man zum Modell des
Pendelns, einer Welle ohne Fernwirkung wie das Schwappen im Wasserglas.
Auch ein Vergleich mit dem mechanischen Pendel ist erlaubt. Das
Wandlungsspiel der Quarks und Gluonen bei der starken Wechselwirkung ist
wohl auch eine Art des Pendelns.
Intensitätswertungen lassen sich, sofern die Zahlengerade anwendbar ist, wie ausgeführt, als Linien und Flächen, also ein- und zweidimensional darstellen. Für solche Charts gibt es Linien- oder Balkengrafiken u.ä., eine Reihe von Ausführungsmöglichkeiten. Soweit keine Richtung im Raum besteht, sind es Skalare, die als räumliche Modelle nicht in Betracht kommen. Dagegen sind beispielsweise Wertungen von Kräften nur unter Angabe der Richtung im Feld Vektoren. In dieser Dreidimensionalität sind Vektoren in Feldern die Grundlage für unsere physikalischen Modellvorstellungen. Es sind Jedoch bisher nur fünf Arten von Feldern möglich, nämlich diejenigen der fünf bisher bekannten Wechselwirkungen. Sie erfüllen den relativen Raum und lassen auch mehr als drei Dimensionen zu. Eine Verschmelzung zu nur einem einzigen Raum- und damit Modellinhalt ist mangels gemeinsamer Feldtheorie nicht möglich. Wir haben daher fünf Modellarten für unsere Modellvorstellung nötig, entlehnen aber in der Regel alle Modelle dem Gravitationsgeschehen im Makrobereich. Die Modelle mögen zwar leisten, was man von ihnen erwartet, sind aber außerhalb des Makrobereichs schwach in ihrem Realitätsgehalt.
Wir sind durch den Versatz unserer Augen und perspektivisches Sehvermögen zu einer räumlichen Betrachtungsweise fähig, haben aber mit der geistigen Verarbeitung echter Dreidimensionalität unsere Probleme. Das Standardbeispiel ist die Welle:
Der erwähnte stationäre Beobachter im Wirbel wertet die polarisierte Raumfüllungsamplitude als einen Spannungszustand. Sein Schreiber registriert durch den Papiervorschub eine Sinuskurve als Kreisabwicklung. Eine solche Welle ist weitgehend gedacht und in dieser Version keine Welle, die man mit Meereswellen direkt vergleichen könnte. Um einen Feldzustand räumlich zu erkennen, genügt es nicht, wie im Beispiel Meereswellen mit einem Stereo-Blick auf das Raumfüllungspositive an der Trennfläche zum Negativen
die Veränderungen
des Feldinhalts im Zeitablauf erfassen zu wollen, ganz abgesehen davon,
daß wir vom Raumfüllungspositiven auch nicht alles wahrnehmen. Das gilt
besonders für die elektromagnetischen Wellen. Wir müßten vielmehr im
Feld möglichst viele Beobachter stationär postieren können und deren
Werte des punktuellen Raumfüllungszustands als Matrix abfragen und im
Zeitablauf zu einem ,Wandelbild‘ verarbeiten. Erst dann hätten wir ein
weitgehend realistisches Abbild der Jeweiligen Verhältnisse im Feld, also
ein Wellenmodell in euklidscher Metrik. Die Raumkrümmung fehlt noch.
Außerdem ist es ein Bild des gesamten Wellengeschehens im Feld, das keine
Analysierung auf Einzelwellen ermöglicht. Die Unterstellung einer
Einzelwelle muß wohl zu den Fiktionen gezählt werden.
Wellen sind demnach
periodische Umfüllvorgänge in der nach Wirklichkeit positiv und
Möglichkeit negativ polarisierten Raumfüllung. Sie lassen sich auf
wirbelnde Drehbewegungen zurückführen. Die Zentren der Wirbel gelten als
die eigentlichen Umfüllobiekte wie Photonen, Gluonen und wohl auch
Gravitonen. Während sich, wie noch erläutert werden wird, bei der
Korpuskel im Zentrum eine Verkettung zeigt, durch die das Objekt unter
Einfluß von Fortbewegung und Spin massiv wird, haben die genannten
elementaren UmfüllobJekte offenbar keine oder eine nur sehr geringe
Verkettung in ihren Zentren und damit keine oder kaum Ruhemasse. Dann
halten sich Raumfüllungspositivität und -negativität die Waage.
Das Strömen der Umfüllung
können wir nur den Wirbelarmen zuordnen. Wären nur zwei Objekte gegeben,
müßten wir uns den Austausch entsprechend einem Hin- und Herwickeln des
Positiven unter gegenläufiger Strömung des Negativen vorstellen, was
einem Schwappen im Wasserglas ähnelt. Am Wellengeschehen sind dagegen
stets viele Systeme beteiligt, so daß von einem System zum anderen
,weitergewickelt‘ wird. Der Ausdruck Wickeln‘ ist allerdings nicht
ganz korrekt, weil es beim Wirbeln kein Spulen nach Haspelart geben kann.
Dies wird nun an einem Garnrollenmodell erläutert.
Wie beschrieben,
wird der stationäre Beobachter eines Wirbels periodisch von einem
füllungspositiven und einem füllungsnegativen Arm überlaufen. Darüber
hinaus bemerkt er in den positiven Armen einen Transportvorgang der
Wirklichkeit, kann aber für den negativen Arm nur eine Möglichkeit
dafür unterstellen. Ein positiver Zustrom wird mit einem negativen
zusammengewickelt" und in Wendeschleife im Zentrum zum
positiv/negativen Abstrom gewandelt, der Jedoch nicht extrem die
entgegengesetzte Wirbelform haben muß.
Da die positive
Wirklichkeit nur in Bereiche negativer Möglichkeit ,,wickelnd"
verschoben werden kann, sprechen wir von Umfüllungsvorgängen in der
Raumfüllungspolarität. Ein Garnrollenmodell ist für das Verständnis
hilfreich: Für eine Umfüllung benötigen wir zwei in Wickelzusammenhang
stehende Garnrollen, eine volle und damit raumfüllungspositive und eine
negative leere. Beim Umfüllen wird die Polarität getauscht. Mittler des
Positiven ist im Modell ein Faden der Wirklichkeit. Diesem muß bei
Trägheit, d.h. Gesamtausfüllung, ein Vakanzfaden der Möglichkeit
entgegenlaufen. Im Modell wird dieser durch die Luft versinnbildlicht, die
von der leeren Rolle beim Füllen abströmen muß. Sie hält sich im
Modell in der Vakanz nicht an die Fadenform. Während in der Wirklichkeit
die Struktur -z.B. eines Fadens- zum Ausdruck kommt, ist die
Anpassungsfähigkeit das Kennzeichen der Möglichkeit.
Zwischen zwei Rollen kann nur hin- und hergewickelt werden. Dies entspricht einem Pendelvorgang entsprechend dem Schwappen im Wasserglas. Für sich ausbreitende Wellen muß auf immer neue Rollen weitergewickelt werden. Der Beobachter registriert das periodische Umfüllen als weitgehend abstrakte
-also nur
gedachte- Wellen mit positiver und negativer Halbwelle. Erkennbare
Wellenwirklichkeit bieten Jedoch nur die raumfüllungspositiven Bereiche
des Wellengeschehens, nicht die Einzelwelle, sondern der Gesamtüberblick
wie am Meer. -Nun zu den Begriffen von Wirklichkeit und Möglichkeit:
Im
Garnrollenmodell hängt die Menge Garn, das Quant, das ein Wickelraum
faßt, von der Wickelordnung ab. Bei Windung neben Windung und Lage über
Lage besteht wohl die größtmögliche Strukturdichte. Bei Kreuzwicklung
und anderen typmäßig beschreibbaren Wickelarten ist sie zumeist
geringer. Bei Vorgabe einer bestimmten Ordnung läßt sich die
unterbringbare Garnmenge vorausbestimmen, aber bei ungeordneter
Wickelweise ist dies kaum, höchstens intervallmäßig angenähert,
möglich. Für das Wirbelwickelsystem gelten andere Gesetzmäßigkeiten.
Wichtig ist zu
erkennen, daß in unserem Modell die raumfüllungspositive Rolle für uns
im Vergleich mit unserer eigenen Korpuskularität eine korpuskulare
Struktur der Wirklichkeit hat. Die leere Rolle läßt keine Struktur
erkennen, bietet aber die Möglichkeit für die Aufnahme oder Entwicklung
einer korpuskularen Struktur der Wirklichkeit, allerdings nur mit einem
begrenzten Spielraum, der im Einzelfall offenbar recht verschieden ist.
Bei der schon angesprochenen Löcherleitung erscheint er relativ eng, so
daß die Elektronen und Defekt-oder Vakanzelektronen etwa so genau
einander entsprechen wie die vakanten Plätze für Hüllenelektronen im
Atom. Es können nur Elektronen, aber keine sonstigen Elementarteilchen
aufgenommen werden. Diese strengen Verhältnisse haben Bedeutung für die
Wertigkeit der Elemente.
Nachzutragen ist
noch, daß wir der Welle eine Ausbreitungsrichtung zuordnen. Wir
unterstellen für ihre Herkunft eine Quelle, die emittiert, wenn
außerhalb der Quelle die Möglichkeit für die Ausbreitung gegeben ist.
In solchem Fall geben wir der Emission die Priorität. Umgekehrt
absorbiert beispielsweise ein Schwingkreis Wellen bestimmter Frequenz und
gibt somit Priorität für die Möglichkeit der Wellenaufnahme. Damit geht
eine Betrachtungsweise im Hinblick auf die Energieverlagerung einher, nach
der wir der Emission eine Energieabgabe als Überschuß und der Absorption
einen Energieunterschuß, d.h. die Möglichkeit zur Auffüllung, zuordnen.
Die Struktur der Wirklichkeit beinhaltet demnach viel Energie, die
Möglichkeit hingegen Mangel, sofern wir unsere Definition des
Energiebegriffs nicht polarisieren wollen.
Ausgangsmodell sei
ein -in seiner Bewegungswertung extremnaher- Wirbel mit
raumfüllungspositiven und -negativen Wirbelarmen, die weitgehend extrem
in die Unendlichkeit ausgreifen würden, gäbe es nicht eine Begrenzung
durch die Nachbarwirbel. Ein Einzelwirbel wäre ohne das übrige Universum
ohne Wirkenszusammenhang und darum undenkbar. Durch die Unterstellung
einer räumlichen Begrenzung wird der Wirbel für den Beobachter zum
System in Raum und Zeit. Er erkennt, daß ein solches global in seiner
Raumfüllung beziehungsweise Füllmöglichkeit in sich ausgeglichen ist.
Darum zeigt es im Verhältnis zum übrigen keine Ruhemasse, wie man es vom
Photon und Gluon her kennt und für das noch spekulative Graviton und
andere Umfüllobiekte unterstellen möchte. An dieser Stelle wird bei
Darstellung des Welthintergrundes angeknüpft.
Korpuskelmodelle
der Wirklichkeit haben hingegen stets mehr Raumfüllungspositivität als
-negativität und darum stets Ruhe- und Bewegungsmasse. Die korpuskulare
Wirklichkeit stellt sich uns in einer größenordnungsmäßigen
Bausteinreihe von der Planckschen Elementarlänge bis in die gerade noch
erfaßbaren astronomischen Größenordnungen dar. Wer von der
kontinuierlichen Durchgängigkeit im Kosmos überzeugt ist, wird den
ursprünglich nur für den Mikrokosmos angewandten Korpuskelbegriff für
alle erfaßbaren Größenordnungen gebrauchen.
Der Hintergrund für die größenordnungsmäßige Bausteinreihe im Kosmos ist das Bestreben der inneren Verkettung. Die Korpuskeln sind - unter Ausschluß der Extreme- zwischen Rotation und Wirbel zu werten. Wir können uns durchaus am Primitivmodell eines Sandwirbelsturms orientieren:
Beim Wirbelsturm
strömt aus der Umgebung rundum Luft zu einem Zentrum zusammen, die Sand
nach dem Strömungsmodell mitführend beschleunigt. In der Kraft zum
Zentrum hin sieht der Beobachter das Wirken von Schwerkraft. Eingelagerte
Steine wären Beispiele für den freien Fall. Im Wirbelzentrum muß
es unter der
Auswirkung der von allen Seiten wirksamen Kraft zu einer Verdichtung, zu
einem Stau, kommen, den der Beobachter als Speicher auffaßt. Er ist nicht
beliebig aufnahmefähig; es kommt vielmehr nach einer Wendeschleife am
,,ruhigen Auge" des Wirbels zu einer Abstrombeschleunigung im
Gegenüber zur Abremsung im Stau des Zustroms. Der Beobachter beschreibt
uns, daß der Abstrom dem Zustrom nicht genau entgegengerichtet sei,
sondern mehr äquatorial. Er zerlegt die Bewegung nach den Komponenten von
Zentrifugal- und Corioliskraft und versucht, eine Aussage über die
Wahrscheinlichkeit von Kollisionen der Zustrom- mit den Abstromteilchen zu
machen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zentrumnahe größer als weiter
entfernt. In solchen totalen oder auch nur bahnverwerfenden
Wahrscheinlichkeitsbegegnungen, bei denen das Wesen des Wirbels maßgebend
ist, haben wir auch das Aufkommen der Verkettungsneigung zu suchen.
Kollidierte Elementarpartikel verselbständigen sich zu größeren
,Unterwirbeln", diese nach Kollision wieder zu solchen der nächsten
Größenordnung usw. Alle Unterwirbel einer Stufe bilden eine höhere
Zustandsform, angefangen beim losesten Plasmazustand, über den
gasförmigen und flüssigen bis zum festen Zustand. Dabei ändert sich
auch die Bewegungswertung gestuft vom Wirbel zur weitgehenden Rotation der
Festkörper. Außerdem haben die Unterwirbel einen ihrer Zustandsform
entsprechenden höheren Speicherungsgrad. In anderer Betrachtungsweise
können wir behaupten, daß die Natur durch die Verkettungsspeicherung zum
Raumfüllungspositiven ihre Raumbedarfprobleme löse. Dies ist wichtig,
wenn man die Möglichkeit der extremen Leere verbannt und nach dem
Hintergrund der Trägheit sucht.
Die Zustandsformen
gasförmig, flüssig und fest, die herkömmlich mit den Freiheitsgraden
der Konstituenten erklärt werden, wiederholen sich offenbar im
Mikrokosmos, wenn auch wohl nicht genau übereinstimmend. Man kennt das
Tröpfchen und das Gaswolkenmodell und unterstellt auch festes. Ein
kosmosumspannender Wirkenszusammenhang über die Zustandsformen hinweg
gilt als sicher. So könnten z.B. Himmelskörper von Gravitonenströmen
über eine Reihe von Verkettungsstufen hinweg auf ihren Bahnen geführt
werden.
Zumindest seit
Newtons Weltätheridee hat man heftig darüber gestritten, auf welche Art
beispielsweise Planeten und Monde usw. auf ihren Bahnen geführt werden,
aber auch alle anderen Objekte, die in einer der fünf bekannten
Wechselwirkungen Kraftentfaltung zeigen. Die Frage wurde noch wichtiger,
seit man die Existenz eines Ursubstrats aufgeben mußte. In logischer
Konsequenz postulierte Einstein, daß der Welthintergrund, über den doch
die Kraftübertragung erfolgen müsse, ausschließlich geometrischer Natur
sein könne, auch wenn wir nicht geneigt sind, der Mathematik eine
physikalische Rolle mit innewohnender Trägheit zuzutrauen. Dennoch ist
das Mißtrauen, daß wir die Gegebenheiten falsch einschätzen, geblieben.
Gerade konnten wir
darauf schließen, daß die Korpuskelmeere in den verschiedenen
Verkettungsformen der Aggregatzustände miteinander in Wirkenszusammenhang
stehen müssen. Dies bedeutet doch, daß die Gesamtheit der Trägerobiekte
jeder Wechselwirkung für den betreffenden Erscheinungskomplex einen
Weltäther - wenn auch nicht nach Newtons Vorstellung - bildet. Es muß
daher möglich sein, von der kleinen Größenordnung, beispielsweise des
Gravitons, her große korpuskulare Systeme wie Himmelskörper zu führen.
Der weitgehend feste, in Rotation befindliche Kern würde unter dieser
Denkweise über mehrere Stufen fester werdender Zustandsformen geführt,
was näher begründet werden soll.
Der Gedanke, daß
das Universum eine riesige Maschine mit konstantem Energiegehalt und
ausgeglichener Energiebilanz sei, ist schon mehrfach durchgespielt worden.
Wegen der Abgrenzungsprobleme für das Universum ist kaum auf eine
Bestätigung zu hoffen, aber die kräftemäßige Führung über die
Zustandsformen hinweg muß deshalb nicht infrage gestellt werden. Wir
werden das 3.Kepler-Gesetz unter diesem Aspekt betrachten. Allerdings
sollte man zuvor das Gegenüber zur Korpuskelmaschinerie betrachten: Jede
Korpuskel kann auch als Gebilde von Welleninterferenz aufgefaßt werden.
Wellenvorgänge
sind das Ergebnis periodischer Umfüllvorgänge im Wechsel von
Raumfüllungspositivem mit Raumfüllungsnegativem. Ohne Fortbewegung
sprechen wir vom Pendeln. Wellen, die sich im Raum begegnen, geraten
miteinander in Wirkenszusammenhang. Der örtliche positive oder negative
Füllungsstatus kann sich unter der Begegnung. die man Interferenz nennt,
verstärken, abschwächen oder gar auslöschen. Die Interferenz läßt
auch in Addition und Subtraktion neue Frequenzen entstehen, die ebenfalls
am Interferenzspiel teilnehmen. Im Fortschreiten der Wellen wird Energie
transportiert, während stehende Wellen als Speicher gelten. Sieht man in
der raumfüllungspositiven Halbwelle Wirklichkeit, so beinhaltet die
negative ein streng angepaßtes Gegenüber der Möglichkeit. Unter dieser
Balance von positiver und negativer Halbwelle hat kein Umfüllungsobjekt
an der Welle (Photon oder Gluon) Masse. Diese zeigt sich erst unter der
Zerstörung des Objekts, etwa beim Aufprall im fotoelektrischen Effekt und
wird dann -bei nicht vorhandener Ruhemasse- Bewegungsmasse genannt. Die
losgelöste raumfüllungspositive Komponente ist gegenüber der negativen
erkennbare Wirklichkeit. Deshalb werden die Begriffe von Masse und Materie
oft gleichgesetzt. Unter diesem Zusammenhang wird deutlich, daß nur beide
Betrachtungsweisen, die der Materie und Energie einerseits und der Welle
anderseits, die optimale Beschreibung eines Objekts gewährleisten. In der
Darstellung des Universums als Materieorganisation und Gebilde der
Welleninterferenz liegt somit kein Gegensatz.
Diese Denkweise
hat zur Folge, daß man das Universum nicht nur als gigantische
"Maschine" der materiellen Schachtelung mit
Bewegungsgesetzmäßigkeiten auffassen kann, sondern auch als Kontinuum
der Welleninterferenz. So, wie für die Materieteilchen die Kräfte der
Wechselwirkungen ablaufbestimmend sind, verhalten sich die Wellen nach den
Spielregeln der Interferenz. Man kann sich keine erste als Ausgang und
keine letzte, die nicht mehr weiterinterferiert, vorstellen. Doch nun zu
Keplers Anschauungsbeispiel für ein Sonnen-PlanetenMondesystem, das
verallgemeinerbar ist:
Die Variante des 3.Kepler-Gesetzes
Das 3.Kepler-Gesetz lautet:
Umlaufzeit12 Sonnenabstand13
-------------------- = --------------------------
Umlaufzeit22
Sonnenabstand23
Das Verhältnis der
Quadrate der Umlaufzeiten zweier Planeten ist den dritten Potenzen ihrer
Sonnenabstände direkt proportional.
Von Kepler ist dazu keine Modellvorstellung überliefert. Im Falle eines Wirbels um die Sonne dürften die Planeten nicht wie bei der Rotation mit gleicher Umlauffrequenz auf den Radiuspunkten ihrer Bahnen die Sonne umkreisen. Mit zunehmendem Abstand müßten die Planeten bei ihrem Sonnenumlauf zurückbleiben. Genau das besagt das 3.Kepler-Gesetz.
Wir müßten es für eine bessere Anschaulichkeit auf die Begriffe Bahnlängen und Geschwindigkeiten umstellen. Für uns genügt die Idealisierung auf Kreisbahnen. Bahnlängen und Sonnenabstände sind so proportional, und Geschwindigkeit ist gleich Weg/Zeit. Dann erhalten wir:
Bahnlänge1 Geschwindigkeit22
----------------- = ---------------------------
Bahnlänge2
Geschwindigkeit12
Die umgekehrte Proportionalität des Bahnlängenverhältnisses zweier Planeten zu ihren Geschwindigkeitsquadraten bedeutet das erwartete Zurückbleiben der Radiuspunkte nach außen hin, oder - bei gedachter Ausfüllung des Trabantenraums- die Bewegungsform des Wirbels um die Sonne, um jeden Planeten und auch um jeden Mond, wobei die Trabanten -in herkömmlicher Sprache- in einer Balance von schwerer und träger Masse um ihr Hauptgestirn "schwimmen". Die Planetenbahnen sind demnach Rotationseinlagen im Wirbelsystem. Damit haben wir eine Kombinationsart von Rotation und Wirbel.
Nach dem
3.Kepler-Gesetz könnte man erwarten, daß beliebig viele Planetenbahnen
im Bereich des Sonnensystems möglich wären. Die nach ihren Entdeckern
benannte Titus-Bode-Reihe belehrt uns eines besseren:
Etwa von der Bahn des innersten Planeten an verdoppelt sich der Abstand von Bahn zu Bahn nach außen hin:
Merkur-Venus-Bahn
= 1 Abstandseinheit
Erdbahn
=
2 Abstandseinheiten
Marsbahn
=
4
Asteroiden
<rechnerisch) = 8
Jupiterbahn
=
16
Saturnbahn
=
32
Uranusbahn
=
64
Für Neptun und Pluto stimmt die Reihe nicht mehr, vermutlich, weil benachbarte Sonnensysteme wirbelverkettend von Einfluß sind.
Der innerste Trabant hat wie unser Erdenmond oft dieselbe Umlauf- wie Umdrehungszeit. Möglicherweise trennt die Bahn des innersten Trabanten die ,Rotationszone" des Systems von der ,,Wirbelzone‘. Andernfalls würde die Reihe beim Hauptgestirn beginnen.
Am Jupiter mit seinen vielen Monden läßt sich die Richtigkeit der Titus-Bode-Reihe besonders gut erproben. Aber für die Elektronenschalen im Atom taugt sie nicht. Doch auch hier gibt es nicht beliebig viele Schalen. Man spricht vom Pauli -Verbot.
Eine Erklärung
der Titus-Bode-Reihe folgt aus dem Garnrollenmodell: Die Wirbelarme des
Zu- und Abstroms begegnen einander unter Verzögerung bzw. Beschleunigung
in Phasen verschiedener Füllungspolarität. Die Planeten auf den Bahnen
nach der Titus-Bode-Reihe sind somit Interferenzergebnis.

Abschnitt 5
Newton war der Meinung, daß die
Zentrifugal- und Corioliskraft gegenüber irgendetwas auftreten müßten.
Er unterstellte dafür einen stationären Weltäther mit Trägheit. Dieser
könnte auch den elektromagnetischen Wellen als Medium dienen.
Man versuchte, den Äther mit
Versuchsanordnungen in allen denkbaren Größenordnungen mit Hilfe des zu
erwartenden Doppler-Effekts wie beim Schall nachzuweisen. Jeder kennt
diese Erscheinung von einem heulenden Wagen. Während die Tonhöhe im
Stillstand konstant ist, verändert sie sich beim Nähern und Entfernen
des Wagens. Der Einfluß der Relativbewegung auf die Schallwellen läßt
sich leicht aufzeigen.
Für den Nachweis des
Doppler-Effekts beim Licht benutzte man schwenkbare Versuchsanordnungen
mit halbdurchlässigem Spiegel, um die Frequenzen beider Strahlengänge
vergleichen zu können. Von der Anzeige auf einem Interferenzstreifen
erwartete man mit Recht hohe Genauigkeit. Kein einziger von diesen
Versuchen fiel positiv aus. Damit war gegen den Newtonschen Weltäther
entschieden. Andere versuchten es noch mit unterschiedlichen
Ätherversionen, teilweise mit den Gestirnen mitgeführt. Erfolg hatte
keiner.
In dieser Misere hatte Einsteins Version fruchtbaren Boden:
Die Zentrifugal- und Corioliskraft
müßten gegenüber den übrigen Massen der Welt auftreten. Man habe das
Universum als vierdimensionales Raum-/Zeitkontinuum aufzufassen. Der
Welthintergrund sei ausschließlich geometrischer Natur. Die
Bewegungsvorgänge sollten zwanglos wie auf einem Relief ablaufen, ohne
daß es noch des Kraftbegriffs bedürfe. Einen Mittler von Kräften in
Gestalt eines Ursubstrats hatte man ja nun nicht mehr. Sicher gibt es eine
ganze Reihe kritischer Argumente dagegen und man fragte immer wieder, ob
man das negative Ergebnis der Ätherwindversuche auch richtig beurteilt
habe.
Die Ätherwindversuche von
Michelson, Morley und anderen waren ausnahmslos mit einer schwenkbaren
Versuchsanordnung, in Translation, wie man sagt, durchgeführt worden. Sie
führten in allen realisierbaren Größenordnungen zu einem mit sehr
großer Sicherheit völlig negativen Ergebnis. Nur ein Versuch, der nicht
in Translation, sondern mit einer rotierenden Versuchsanordnung von dem
Physiker Sagnac durchgeführt wurde, hatte ein positives Ergebnis.
Allerdings wurde es zur herrschenden Meinung, daß eine rotierende
Anordnung kaum zum Nachweis eines Weltäthers I~ewtonscher Prägung
geeignet sein könne. Der positive Ausgang beweise nicht mehr als das
Auftreten der Zentrifugal- und Corioliskraft selbst. Dies ist jedoch
keineswegs selbstverständlich, sondern kann durchaus so interpretiert
werden, daß der Sagnac-Versuch den ersten Nachweis für das Auftreten von
Gravitonenströmen erbracht hat. Sie sind bei Beschleunigung und
Verzögerung erkennbar, aber bei der zu erwartenden Mitführung in
gleichförmiger Bewegung nicht. Einen stationären Äther, wie ihn sich
Newton vorstellte, gibt es nicht und auch kein Ursubstrat absoluter Art.
Die bekannten Wechselwirkungen haben ihre Trägerobjekte, von denen leider
das wichtigste, das Graviton, noch nicht bekannt ist. Wir können es nur
etwa in der Größenordnung der Planckschen Elementarlänge vermuten. Mit
den heutigen Mitteln kann es dort kaum entdeckt werden.
Aus allem folgt, daß nach wie vor
nicht von einem Ursubstratteilchen die Rede sein kann. Die
Größenordnungsstufen verlaufen sich in Richtung auf das Nullextrem etwa
bei der Planckschen Elementarlänge in die Homogenität, wenn man von der
relativen Betrachtungsweise ausgeht. Jenseits beginnt, wie schon erwähnt,
für uns das Absolute, in dem es keinerlei Erfassungsmöglichkeit gibt.
Masse und Energie sind nur ineinander wandelbare Ausdrucksformen des
gleichen Phänomens. Dies bestätigt auch Einsteins
E = mc2.
Wenn man das c-Quadrat auflöst, erhält man E/c = m*c,
also die Umkehrung.
Aufgrund der vorangegangenen Überlegungen mag der Eindruck entstehen, daß kosmosumspannend überall und immer wieder nach denselben Rezepten gekocht werde, daß es bei den Naturkonstanten wie der Lichtgeschwindigkeit c und vielen weiteren keine Abweichung geben könne und daß Abweichungen vom Gewohnten unmöglich seien. Aber auch dies ist im Wertungssinne ein unerreichbares Extrem. Es gibt ohne Zweifel auch einzelne Merkwürdigkeiten, die nicht ins Schema passen.
Die sogenannten
Strings gelten als die am schwersten erklärbaren Gebilde. Der
Übersetzung nach sind es Saiten, also sehr lange Gebilde im Vergleich zum
Durchmesser. Von ihnen gehen ungeheure Kraftwirkungen aus, welche die
aller anderen kosmischen Objekte weit übertreffen. Es gibt sie offenbar
sowohl in astronomischen Größen als auch im Mikrokosmos. Korpuskulare
Objekte sind es sicher nicht, aber auch keine Wellen. Die hier angebotenen
Modellvorstellungen treffen auf Strings kaum zu. Man ist noch ratlos.
In der Welt des
kleinen taucht seit einiger Zeit der Begriff ,strangeness‘ auf, also
Seltsamkeit, eine Quantenzahl, mit deren negativem Wert man angibt,
wieviel s-Quarks ein Zustand enthält. Auch die Quantenzahl charme‘
kennzeichnet eine solche Merkwürdigkeit.
Für alle Größenordnungen
stellt man sich die Frage, ob bei Spiegelung extrem immer nur eine
Dimension umgekehrt wird. Man urteilt danach oft, ob Sein oder Schein
vorliegt. Aus unserer Welt des großen sind wir an Vorausbestimmbarkeit
gewöhnt, haben aber dennoch damit zu rechnen, daß das Extrem der
Bestimmtheit wertungmäßig ausscheidet. Immerhin lehrt uns der
Mikrokosmos, wie wenig bestimmt Naturgeschehen sein kann.
Merkwürdigkeiten
gibt es sicher noch viele weitere, so daß wenig Aussicht besteht, alles
in unser Weltbild einbegreifen zu können.
Im ersten Abschnitt Kosmos contra Mathematik sollte mit dem Beispiel, Bausteine zu einem Objekt anzuhäufen, eine Vorschau auf das Wesen einer Korpuskel gegeben werden, die einen Raum einnimmt. Es zeigte sich ein Unterschied zwischen dem Raumbegriff im Kosmos und dem Raumdenken des Mathematikers. Ein kosmisches AnhäufungsobjekU, eine Korpuskel beliebiger Größenordnung, ist als positive Raumfüllung für uns Realität, eine Konkretisierung unseres Raumbegriff s. In fast allen sonstigen Anwendungen des Raumbegriffs liegt Abstraktion vor, bloße räumliche Denkweise ohne Realität, aber mathematisch fundiert:
Der Makro-Raum
In unserer
größenordnungsmäßig nahen Umgebung besteht ein in den drei
mathematischen Raumdimensionen begrenzter, stets endlicher Innenraum -
gefüllt oder auch vermeintlich leer - innerhalb eines ebenfalls
begrenzten oder auch nicht begrenzten Außenraums. Es können mehrere
Räume ineinander geschachtelt sein. Wir denken dabei an die
größenordnungsmäßige Bausteinschachtelung des Universums. Das
wesentlichste Merkmal des Makro-Raums ist seine weitestgehende Begrenzung
gegenüber dem ,Obrigen. Kosmosumspannend, etwa bei einem anhäufenden
Baustein aus Bausteinen kleinerer Größenordnung, ist eine Begrenzung
entsprechend dem Modell nur angenähert denkbar, aber im Makrobereich sind
wir von extremer Begrenzbarkeit überzeugt. Mit Festkörperbausteinen in
totaler Verkettung ist jede Begrenzung realisierbar und insofern konkret,
aber eben nur im Bereich der Festkörperphysik. Denken wir uns das
Baumaterial für einen Raum fort, besteht er nur noch aus abstrakten
Grenzflächen und diese wieder aus Linien. - Sie sind mathematisch aus
extrem dimensionslosen Punkten zusammengesetzt, so daß zwischen zwei
dimensionslosen Punkten unendlich viele weitere unterzubringen wären,
wobei der ganze Raum ,auch nur‘ aus unendlich vielen Punkten bestehen
müßte. Fehlt einem Außenraum die äußere Begrenzung, wäre er
unendlich und somit ohne Begrenzung kein Raum!
Der
Unvoreingenommene wird diese Argumentation als Schwachsinn verwerfen und
entgegnen, daß man sehr wohl Würfel oder Kugeln usw. in Schichten als
Realität in eine Kiste packen könne, sei es als Reihe eindimensional,
flächig zweidimensional oder Schicht auf Schicht, also dreidimensional.
Es sei aber dem Menschen kaum möglich, Kleinstbausteine zu einem großen
nach dem Korpuskelmodell in einer Wirbel-/Rotationsbewegung kugelähnlich
anzuhäufen. Das sei ein Pluspunkt für die Mathematik oder ein Minuspunkt
für die dargelegte Auffassung vom kosmischen Geschehen.
In der Tat rührt
die Meinung vom dimensionslosen Punkt daher, daß der Mathematiker oft die
Grenzen unserer Erfassungsbereiche nicht respektiert. Ein dimensionsloser
Punkt wäre auch mit einem Elektronenmikroskop nicht wahrnehmbar. Als
Realität gibt es ihn nicht. Solange er größer wäre als die Plancksche
Elementarlänge, hätte man theoretisch Aussicht, ihn mit einem
hochauflösenden Gerät wahrzunehmen, aber extrem dimensionslos hat er
keine Realität.
Der Mikro-Raum
Da sich die
Korpuskeln im Mikro-Bereich nicht wie Makrobausteine einsperren lassen,
steht es um die Realisierung von Raumbegrenzungen im Mikro-Bereich
schlecht. Dennoch wendet man auch hier den Raumbegriff an, um die Volumina
von Korpuskeln anzugeben. Man muß jedoch in Kauf nehmen, daß die
Begrenzung des Anhäufungsobjekts ,Korpuskel‘ gegenüber dem übrigen
nicht extrem scharf sein kann. Sie wäre es, wenn die Korpuskel extrem
rotieren würde wie ein in sich total verketteter Festkörper. Bei diesem
Anhäufungsmodell ist jedoch Wirbelwirken in Spiel, das die Anhäufung
überhaupt erst ermöglicht. Durch die Verkettung in Achsnähe geht die
Wirbelbewegung weitgehend in Rotation über, so daß man Zustandsformen
wie im Makro-Bereich unterstellen kann. Die Physiker wenden im
Mikro-Bereich bei Bedarf ein Tröpfchenund ein Gaswolkenmodell an. Im
Mikro-Raum hat das Wirbelwirken weit größere Bedeutung als im
Makro-Raum!
Der Feldraum
Der Makro-Raum mit Modell ,Kiste‘ und der Mikro-Raum mit Modell ,anhäufende Kugel‘ oder Korpuskel sind mehr oder weniger perfekt abgegrenzte Innenräume innerhalb eines Außenraums. Hat man für den Innenraum ein Koordinatensystem mit drei Dimensionen für die Orientierung gefunden, möchte man dieses auch auf den Außenraum ausdehnen. Für die Abstraktion hat man mit der Euklidschen Metrik keine Probleme, aber, sobald man den abstrakten Raum zum Feld einer der fünf Wechselwirkungen werden läßt, gibt es Schwierigkeiten, weil sich beispielsweise eine Gerade im Kosmos nicht mit einem Lichtstrahl realisieren läßt. Die Photonen des Lichtstrahls haben Masse und wechelwirken darum mit anderen Massen im Gravitationsfeld. Solche Phänomene sind auch für die anderen Wechselwirkungen zu erwarten. Da ein rein mathematischer Raum ohne Verbindung mit Gravitation und Elektromagnetismus keine Realität beinhalten kann, muß man sich entscheiden, ob man im Abstrakten verharren, oder ob man den Raum als Feldraum einer Wechselwirkung konkretisieren will. Im letzteren Fall muß man die Abirrung des Lichtstrahls unter Massenwirkung als Raumeigenschaft auffassen, wie Einstein es tat. Er sah schließlich die Mathematik als einzigen Welthintergrund, behielt aber die Trägheit als Erinnerung an korpuskulare Inhalte übrig. Wie man auch dazu stehen mag, ein ausschließlich mathematischer Raum ohne Verbindung mit den Wechselwirkungen wäre ohne die Möglichkeit, sich mit Konkretem befassen zu können, zu nichts nützlich.
Jede
Wechselwirkung hat hiernach ihren eigenen Feldraum, in dem beliebig viele
Dimensionen möglich sind. Nur eines fehlt noch, nämlich die Verbindung
der verschiedenen Feldräume untereinander, so daß man von einer
Wechselwirkung zur anderen projizieren kann. Es fehlt dazu an einer
gemeinsamen Feldtheorie, um die sich insbesondere Einstein sein Leben lang
vergeblich bemüht hat. Die Ursache liegt wohl in der mathemathischen
Unbeherrschbarkeit der korpuskularen Wirbelvorgänge wegen einer Vielzahl
von Einflußgrößen, die auch für Metrikprobleme von Bedeutung sind.
Zur Erklärung des Massenwirkens gehen wir am besten von Einsteins
E = mc2
umgewandelt E/c = m * c aus.
Die umgewandelte Formel
zeigt, daß Energie und Masse Umkehrungen zueinander sind. Wir haben für
eine Korpuskel zu unterstellen, daß die Energie über Trägerobiekte
angreift.. die zu einem Zentrum wirbelnd zusammen— und auch wieder
abströmen bis auf den Anteil der das Speichersystem ausmacht. Als
Trägerobjekte für die zu— und abströmende Energie kommen entweder die
noch nicht entdeckten Gravitonen .infrage oder - im Einsteinschen Sinne
mathematische Träger. Weniger die vom System durchgesetzte Energie von Zu—
und Abstrom führt zur Massenwirkung, sondern die des Systems, die sich
nach Art der Beobachtung als Schwere oder Trägheit zeigt. Der Vorgang
wird verständlich, wenn man den Speicher zu verschieben versucht. Die
Gravitonen— oder Mathematikströme kommen von weither und führen wieder
in die Weite. Ein Wirbelsystem mit weitgehend offener Bewegungsform ist in
starkem Maße mit dem übrigen Universum verbunden, und deshalb träge,
ganz im Gegensatz zu einem Rotationskörper in geschlossener
Bewegungsform.
Ein Beispiel für
das Massenwirken bildet das schon erwähnte Paar eines Elektrons und eines
Positrons, die —zusammengeschossen— ihre Massen durch Kompensation
ihres gegenläufigen Spins verloren haben und nur noch vi rtuel 1 im
[.osmos anwesend sind. Unter entsprechendem Energieaufwand lassen sie sich
trennen, um wieder als normale Teilchen massiv zu sein. Massewirken läßt
sich auch künstlich durch Bewegung erzeugen. Insofern gibt uns die Masse
an sich keine Rätsel auf, nur wir kennen das Trägerobjekt der
Gravitation nach wie vor nicht. Da die extreme Leere nirgends gegeben sein
kann, bedarf auch die mit Grundraumfüllung zu erklärende Trägheit
keiner zusätzlichen Beschreibung.
Kein
Medium für die elektromagnetischen Wellen?
Seit Aufgabe des
Newtonschen Weltäther-Gedankens marschieren die Photonen der
elektromagnetischen Welle ohne Medium durch den Raum, der aber ganz sicher
nicht extrem leer ist. Er beherbergt zumindest das Virtuelle, also
Teilchen, die keine Ruhemasse haben, oder solche mit unterschiedlicher
Ruhe- und Bewegungsmasse. Beispiel: das mit einem Elektron
zusammengeschossene Positron. Beide sind bei Spin-Kompensation masselos.
Die vermeintliche Leere hat auch Eigenschaften wie die
Vakuum-Dielektrizität und -Permeabilität. Vielleicht ist sie auch für
die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit c maßgebend. Aber ein Vergleich mit
den Schallmedien ist nicht möglich.
Im Abschnitt über die Trägheit wurde ausgeführt, daß Wellen und Photonen einander bedingen und daß als Bestandteile der Photonen die noch nicht entdeckten Gravitonen als Wirklichkeit und Vakanz-Gravitonen als aufnehmende Möglichkeit in Betracht kommen. Doch ein selbstschöpfendes Medium dürfte das Gravitonen-/Vakanzgravitonenmeer nicht sein. Es müßte wiederum noch kleinere Konstituenten haben und diese ebenfalls. Allerdings müßte auf der Suche danach die Plancksche Elementarlänge unterschritten werden, jenseits derer für den Menschen Raum und Zeit und damit der Teilchenbegriff verloren gehen. Wir können einstweilen nur darauf spekulieren, daß das Graviton, wenn es je entdeckt werden sollte, das kleinste vom Menschen Erfaßbare ist. Von einem mediumhaften Hintergrund des Gravitonenmeers können wir daher aus Gründen mangelnder Erfaßbarkeit. nicht sprechen.
Aber wir können auch nichts über die Gleichartigkeit des Gravitonenmeers an jedem Ort im Universum aussagen und wissen darum nicht, ob c eine unveränderliche Naturkonstante ist. Die Rotverschiebung der Spektrallinien, die uns das rasante Fortstreben von Galaxien suggeriert, könnte hiernach in der Ungleichförmigkeit des Gravitonenmeers zu suchen sein.
Im Streben nach einer Erklärung des Welthintergrundes benötigen wir den Begriff ,Geist‘. Im Denken relativer Gegensätze mögen wir den Geistbegriff als Gegenüber zur Materie auffassen, allerdings mit dem Unterschied, daß wir mangels konkreter Sinneswahrnehmung des Geistes nicht materiell erfassend auf ihn zugreifen können. Wir rühmen beispielsweise gern, daß nicht nur die Formen und Strukturen der Materie optimal angestrebt werden, daß nicht nur Planmäßigkeit und Vernunft walten, auch daß sich nicht nur langfristig vorgegebene Gesetzmäßigkeiten und so etwas wie ein vorgegebenes Schicksal andeuten, sondern daß auch im fortschreitenden Entwicklungsprozeß das Ablaufgeschehen mit Hilfe zahlreicher Regelvorgänge zum Optimum beeinflußt wird. Dennoch gibt es aus menschlicher Sicht die extreme Vollkommenheit ebenso wenig wie die Erreichbarkeit anderer Extreme. Wir suchen den Ursprung gern in den mechanischen Grundlagen, wie sich z.B. bei Überdrehen einer Kugel Abplattung zeigt, danach Ringbildung wie beim Saturn, schließlich Ablösung und Fortstreben mit ,Aufwicklung‘ zu einem neuen Trabanten, bei dem dann auch wieder die optimale Kugelform angestrebt wird. Nach diesem Beispiel wird gern höheres gedeutet, bis hinauf zum Reagieren von Pflanzen auf Umweltreize, zum instinktbedingten Handeln eines Tieres und schließlich sogar bis zur Erklärung des menschlichen Verstandes.
Wir werten unseren Geist als kleinen Anteil des großen Geistes, der wohl aus dem Welthintergrund auf uns wirkt. Aber den genauen Sitz des Geistes kennen wird nicht, wenn man auch die einzelnen geistigen Zentren unseres Gehirns empirisch herausgefunden hat. So bleibt nur der Schluß, daß der Geist offenbar aus einer Kombinatorik der physikalischen Wechselwirkungen resultiert. Es dürften weit mehr sein als die fünf dem Physiker bekannten. Aber selbst für diese wenigen fehlt uns bisher noch die gemeinsame Feldtheorie. Der Mensch spaltet die Wertung des Geistes in eine für ihn erfreuliche Komponente der Entfaltung oder Evolution und eine zerstörerische der Involution, weil jedes Individuum sich nur durch ,,Auffressen" von anderen entfalten und dasein kann. Der Strukturwandel gleicht der Abwicklung eines Kreisprozesses mit positiver und negativer Sinushalbwelle.
Die Begriffe
,Evolution‘ und ,Involution‘ sind vom lateinischen ,Herauswälzen‘
und ,Hineinwälzen‘ abgeleitet. Die Evolution war ursprünglich nur die
biologische Abstammungslehre, während die Mediziner mit Involution die
altersbedingte Rückbildung der Organe usw. meinten. Auch die Mathematiker
sprechen von Evolution und Involution. In der hier gebrauchten
Verallgemeinerung geht es um die Selbstentfaltung des Universums und deren
Umkehr. Im übertragenen Sinne ist es ein Aus- und Einpacken im Sinne der
griechischen Sage von der Büchse der Pandora, in der alles Gute und auch
das Böse zum Ausschütten auf die Menschheit enthalten gewesen sein soll.
Der Kern dieser Sagenweisheit gilt auch heute noch für unsere Auffassung
von der selbstentfaltenden Schöpfung des Universums.
Der Welthintergrund
Der Begriff Welthintergrund bedarf der Definition, ob man darunter Relatives oder Absolutes verstehen will. Beim Weltäther nach Newton ging es um reale Teilchen oder um träge Homogenität. Der Äther sollte mit den Sinnesorganen erfaßbar sein, also relativ. Als sich diese Version nicht bestätigte und Einsteins geometrische Aufassung ins Spiel kam, wurde der Welthintergrundbegriff ins Absolute gedrängt. Geist sollte dahinter stecken, mathematische Gesetzmäßigkeit und geistbestimmtes Ablaufgeschehen.
Nur der absolute,
nichtmaterielle Welthintergrund käme dafür infrage, relative
Vordergründe schöpfungsmäßig zu erzeugen, zum Beispiel:
Gravitonenmeere, die einen Weltäther Sagnacscher Prägung erscheinen
lassen. Bei Zugehörigkeit zum Relativen müßten Gravitonen
größenordnungsmäßig diesseits der Planckschen Elementarlänge
angesiedelt und damit erfaßbar sein, sobald man die technischen
Möglichkeiten dazu hat. Sie dürften für den Menschen die kleinsten
masselosen Umfüllungsobiekte sein, die sicher auch wieder aus kleineren
Bewegungsformen zwischen Rotation und Wirbel bestehen. Aber diese würden
Jenseits der Planckschen Elementarlänge für uns zur Homogenität
zugehörig sein. Da die Trägheit des Gravitonenmeers wahrnehmbar ist,
also zum Relativen zu rechnen ist, dürften auch die Gravitonen selbst
noch im Erfaßbaren zu suchen sein. Dies ist sicherlich eine unzulässige
Spekulation.
Die mutmaßliche
Gegebenheit der Gravitonen macht nicht die Einsteinsche Auffassung
zunichte, daß der Welthintergrund im Absoluten mathematisch geartet sei,
wenn auch nicht ausschließlich mathematisch. Im vorigen Abschnitt wurde
hinreichend ausgeführt, daß der Geist der Evolution und Involution vom
Absoluten her schöpfungsgebend und auch zerstörend sein muß. Da auch
die Wechselwirkungen im Bereich der Planckschen Elementarlänge vom
vermeintlich absoluten Homogenen in die Relativität Eingang nehmen, kann
eine Kombinatorik der Wechselwirkungen außerhalb unseres
Erfassungsbereichs zu dem führen, was wir Geist nennen.

Abschnitt 6

Universum,
Schöpfung
Unser Universumbegriff kann sich nach
den vorangegangenen Ausführungen nur mit unserem menschlichen
Erfassungsbereich decken. Wächst dieser durch stärkere Fernrohre o.ä.,
vergrößert sich das, was wir Universum nennen, entsprechend, denn wir
haben danach weitere Entfernungen im geistigen Zugriff, vermögen aber
über das Jenseits der neuen Grenze nach wie vor nichts auszusagen. Der
Zugewinn an Ferne reizt freilich zu der Spekulation, daß das Universum
letztlich doch unendlich sei, sofern sich in dem hinzugewonnenen Bereich
keine grundlegende Veränderung abzeichnet. Und man spekuliert weiter,
daß ein unendliches Gebilde nicht in einer unendlichen absoluten Leere
eingebettet sein könne. Es müsse wohl seit ewigen Zeiten etwa wie heute
gewesen sein, so daß keine Schöpfungsaussage gemacht werden könne.
Doch solche Spekulationen sind dem
Physiker zuwider, wenngleich seine Überlegungen auf dasselbe
hinauslaufen:
Da ein Ursubstrat mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist, kann man das Universum
nicht als ein weitgehend materielles Etwas im Nichts ansehen und das
vermeintliche Etwas extrem vom absoluten Nichts unterscheiden. Wenn es
kein materielles Schöpfungsergebnis gibt, brauchen wir nicht nach einer
Schöpfungsgeschichte zu suchen und betrachten den Urknall vor etwa 20
Milliarden Jahren als ein normales Ereignis im Werden und Vergehen der
Gestirne. Sicher möchten wir gern wissen, ob alles, was beim Urknall
entstanden ist, mindestens unseren gesamten Erfassungsbereich beinhaltet.
Wenn ja, wäre die Urknalltheorie ein schöpfungsähnlicher Vorgang für
uns, wenn auch nicht im urstofflichen Sinne. Immerhin könnten wir alles
wahrzunehmende Relative bis auf den Zeitpunkt des Urknalls
zurückverfolgen. Aber die Urschöpfung, die dem Urknall wohl
vorausgegangen sein müßte, wäre auch weiter unserem geistigen Zugriff
entzogen, da sie nicht innerhalb menschlicher Erfassungsbereiche
einzuordnen ist.
Das
Denken der Philosophen und Physiker über Gott
In Abschnitt 1 unter ,,Das Relative und das Absolute‘ dürfte deutlich geworden sein, wie problematisch es ist, unseren Gottesbegriff in das physikalische Begriffsarsenal., das wir wertend und identifizierend gewonnen haben, einzuordnen. Zwar sind Evolution und Involution ein Gegensatzpaar auf göttlichem Hintergrund. Die selbstschöpfende Evolution sehen wir als positives Gotteswirken und die Involution als Teufelswerk, ohne Zugriff auf den Ursprung der beiden Wirkens— arten zu haben. Es ist uns zuwenig, Gott mit der Evolution und das Böse mit der Involution zu identifizieren, denn es fehlt uns eine Vorstellung über den Hintergrund göttlichen Tuns. Wir möchten ferner Aufschluß über jenes Gotteswirken durch das wir mit Gott im Gebet Kontakt aufnehmen können, denn wir sind sicher, daß Gott uns helfen kann, wenn wir ihn anrufen. Wir spüren, wie er uns den Lebenswillen zur Genesung gibt und können in uns selbst große, bis dahin verborgene Kräfte dafür aktivieren. Eine Täuschung liegt in solcher Erfahrung gewiß nicht vor. Seit ältesten Zeiten sind die Menschen von ihrer Führung durch Gott überzeugt, wenngleich es viele Varianten des Gottesbegriffs gibt. Selbst die Atheisten, die von Autosuggestion sprechen, können diesen Begriff nicht abwertig gebrauchen, weil uns unter jeder der möglichen Gottesdeutungen durch das aktivieren von Kräften für die Genesung oder die Erfüllung sehr am Herzen liegender Wünsche große Geschenke zuteil werden.
Die bei der Evolution zustande kommenden Strukturen sind offenbar nie chaotisch, sondern zielen streng auf einen bestimmten extremen Typ. Dieser ist nicht extrem perfekt, wird aber im Laufe der Schöpfung optimiert. Bei der involutionären Zerstörung wird auch schon auf die kommende evolutionäre Umformung abgezielt. aus menschlicher Sicht beruht das Geschehen auf dem Walten kosmosumspannenden Geistes, auf den wir nur überlegungsmäßig, aber nicht anschaulich Zugriff haben. Der Geist drückt sich lediglich in der Materiestruktur aus, so daß beide Begriffe einen Wertungsgegensatz bilden. Die geistige Seite erscheint uns als die göttliche.
Der —sehr gläubige— Einstein sah nur den mathematischen Gehalt der Materiestrukturen, so daß für ihn der Welthintergrund nur mathematischer Natur war. Von göttlichem Evolutionsgeist sprach er nicht. Dennoch ist sicher, daß Mathematik nicht der einzige Gehalt des kosmosumspannenden Geistes ist, sondern daß dieser von einer Vielzahl verschiedener Wechselwirkungen geprägt wird, welche den göttlichen Geistbegriff ausmachen.
Es ist unbezweifelbar, daß die Materiestrukturen des Menschen Teil der kosmosumspannenden Strukturen sind. Wenn sich an ihnen der Geist ausdrückt, ist auch der Sei st jedes einzelnen Menschen Bestandteil des kosmosumspannenden Geistes mit allen Konsequenzen. Der Mensch spielt selbst im kleinen eine Evolutionsrolle nach seinem Willen und Tun, auch eine Involutionsrolle, die er nur in Eigenverantwortung ausübt, aber nicht ausüben muß. In seiner kleinen Hierarchie ist er eingebettet zwischen über— und Unterordnung.
Jenen kleinen Bestandteil am großen Gesamtgeist könnte man Seele nennen, wenn man die herkömmliche Definition des Seelenbeqriffs reformieren würde. Und eben dieser Anteil am großen Gott ist es, den man im Gebet und durch den Willen aktivieren kann. Eine so geartete Autosuggestion ist für die meisten Menschen etwas Erhabenes und Unentbehrliches, auf das niemand verzichten kann, ohne sich selbst zu schaden.
Die Alternative zu einer solchen Gottesauffassung ist nur der naive Glaube, in Gott eine menschenähnliche Person zu sehen, mit der man tatsächlich im Gebet reden kann. Gott wäre dann ein Wesen, das von Aber-milliarden Geschöpfen von überall aus dem Kosmos in beliebiger Sprache und auch nur im Denken angerufen und um Hilfe gebeten werden könnte, ein unmöglich erscheinendes Wesen. Darum hat man sicher jedem bei der Schöpfung seinen Anteil am großen Geist mitgegeben; dazu die Fähigkeit, diesen selbstverantwortlich zum eigenen Wohl und zum Nutzen anderer einzusetzen.
Hieran schließt sich die Frage an, wie stark der Geistanteil eines Menschen sein mag und welche Reichweite er habe. Der Physiker würde erwarten, daß es sich jeweils um ein Feld aus verschiedenen Wechselwirkungen handelt. Es wäre zu erwarten, daß das Feld die eigene Person am stärksten beeinflußt, sicherlich auch Mitmenschen, die man in sein Gebet einbezieht. Ob sie räumlich weit entfernt sein können, ist fraglich. Zuweilen wurde von geistigen Kontakten über große Entfernungen berichtet. Auszuschließen ist dies nicht, wenn man bedenkt, welche riesigen Entfernungen der Mensch schon im Funkkontakt überbrücken kann. Doch das ist Spekulation. Für den Erfolg eines Gebets ist wohl die Stärke des Willens und die Nähe des Geschehens wichtig. Auch ein Gruppengebet könnte verstärkende Wirkung haben. Wenn wir aber um Regen oder Sonnenschein oder um eine Änderung im Kosmos beten würden, wäre die Erfolgschance sicher gering. Allerdings gibt es bei keinem Feld eine ausgeprägte äußere Grenze. Es klingt vielmehr in weiteste Fernen strebend,—immer schwächer werdend— ab, so daß auch solche Gebete nicht extrem chancenlos sein durften. Aus dieser Sicht wäre es nicht ganz richtig, einen internen göttlichen Geistanteil von einem externen kraß zu unterscheiden, um dem äußeren eine unabänderliche Führungsrolle und dem inneren einen im Gebet und Willen beeinflußbaren Charakter zuzuordnen. Die Felder der einzelnen Lebewesen beeinflussen sich gegenseitig, auch hinsichtlich des Zusammenlebens in einer Gemeinschaft, in der die Spielregeln wiilensmaßig beeinflußbar sind. Dafür fordern die Religionen die Beachtung herkömmlicher Lehren. Eine wesentliche Führung erhalten wir aus unserem Sonnensystem mit Wellen und Plasmaströmen. Bekanntlich ist die Unruhe unter den Völkern in sonnenfleckenreichen Jahren am größten, ebenfalls in dem da— durch bedingten Wettergeschehen, das —bewußt oder unbewußt— auf unser Wohlbefinden sehr großen Einfluß hat und sogar für den Zeitpunkt des Todes bestimmend sein kann. Die Vielzahl der- maßgebenden Führungsfaktoren erschöpft sich ganz sicher nicht in einer kurzen Aufzählung. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden wir zu den Lehren einer- Glaubensgemeinschaft in Beziehung setzen wollen.
Abgesehen von den völlig naiven Religionen, wird von Seiten der- Kirchen ebenfalls die Meinung des Physikers bestätigt, daß Gott unvorstellbar sei und sein Bild nicht dem des Menschen entspreche. Allerdings versucht man nicht, die uns führenden Einflußfaktoren irgendwie zu analysieren, indem man nach der genauen Herkunft sucht und das Geschehen auf feldartigem Hintergrund sehen will. Auch wird das Wirken von Evolution und Involution in der Regel nicht infrage gestellt und wie vom Physiker auf göttlich geistigem Hintergrund gesehen. Allerdings geht man nicht so weit, die Anrufung Gottes im Gebet usw. als autosuggestiv zu bewerten, läßt aber auch die Alternative, das Gotteswirken in kindlicher Naivität darzustellen, für den, der weniger rational als der Physiker denkt, für die eigene Phantasie offen.
Das Denken über das Wirken Gottes macht nicht die ganze Religion aus. Da werden Persönlichkeiten verehrt, die sich um die Verbreitung von Lehren, nach welchen Regeln die Menschen optimal zusammenleben sollten, verdient gemacht haben, auch glaubt man an Wunder-, denen man heute skeptisch begegnet. Überlieferungen von beispielgebendem Inhalt können sicher in mancher Situation Trost geben. Nützlich ist es, an die Dankbarkeit zu appellieren und um Gottes Segen zu bitten. All dieses kann jedermann zi.tm Nutzen gereichen. Dennoch sind die Religionsqemeinschaften großenteils auch von kaum verzeihlichen Schwächen geprägt, weil sie in der Regel nicht bereit sind, ihre Lehren entsprechend den Erfordernissen der ~r- Gegenwart weiter- zu entwickeln. Dafür- gibt es viele Beispiele. Nur drei seien genannt:
1. Ablehnung der- Geburtenregelung, um die Übervölkerung der Erde zu verhindern,
2. Verhinderung von Maßnahmen gegen die Ansteckung mit der Immunschwäche Aids und
3.
Fehlen eines kompromißlosen Engagements für den Umweltschutz zum Wohle
kommender Generationen.
Nach dem kirchlichen Vokabular sind dies TODSÜNDEN!
Diese
harte Kritik: an den Kirchenoberen erscheint uns in einer alternativen
Betrachtungsweise unberechtigt. Da man über die Herkunft der
Glaubenslehren nichts weiß, sondern nur glaubt, fühlt sich kein
Kirchenoberhaupt zuständig oder gar verpflichtet, nach den erkannten
Erfordernissen der- Gegenwart an den Glaubenslehren etwas zu ändern: Da
offenbar Gott es war, der die Lehren über die Menschheit ausgebreitet
habe, könnte er auch die Probleme der Gegenwart entfacht haben, um die
Menschen durch Strafe auf den herkömmlich rechten Weg zurückzuführen:
1. Das
Problem der Übervölkerung ist herkömmlich immer auslesemäßig durch
Hunger, Krieg, Krankheit u.ä. gelöst worden. Dies mag für die Betroffenen
unmenschlich erscheinen. Aber, über die menschlichen Belange gestellt,
verliert der Begriff unmenschlich seinen Gehalt. Die Urteile des
externen Gottes charakterisieren wir immer- dann als unmenschlich, wenn wir
ihre Grausamkeit nicht fassen können und dann demütig sagen: Gottes Wege
sind nicht unsere Wege.
2. Wenn man sich immer nach den kirchlichen Morallehren gerichtet hätte, wäre die Krankheit Aids vermutlich gar nicht bekannt und zur Geißel der Menschheit geworden.
3.
Raubbau an den Schätzen unserer- Erde, etwa aus Gewinn— sucht, mag wegen
der- Schädigung der Mitmenschen und kommender Generationen dem Menschen
verwerflich erscheinen, nicht aber aus kosmischer Sicht: Es handelt sich
wohl um eine involutionäre Zerstörung, aber sie ist nur- eine Phase im
Kreislauf mit der- Evolution, durch die Neues geschaffen wird, sobald das
bisherige zerstört ist.
Für
uns Menschen ist eben nicht immer zu akzeptieren, was uns in der-
Auswirkung des kosmischen Gesamtgeistes zum Schaden gereicht, aber die
Entscheidung des externen Gottes dominiert eben über- unsere Belange.
Dennoch versuchen wir- mit der Kraft unserer Seele als unserem internen
Gott den Ablauf des, Geschehens zum eigenen Nutzen zu beeinflussen.
Der von den Lehren
einer Konfession voll überzeugte Gläubige ist mit dem Gott, von dem die
Lehren seiner Meinung nach stammen, wie in einer Wechselwirkung verbunden.
Unterschiedliche Glaubenslehren können somit auch als unterschiedliche
Wechselwirkungen aufgefaßt werden. Sie können miteinander in Konflikt
stehen und Interferenzerscheinungen mit Verstärkung oder Auslöschung
zeigen. Wenn Religionskonflikte auf dieser Basis gesehen werden,
erscheinen sie in ihrem Ausgang unabänderlich. Im menschlichen Begreifen
unterscheiden sich die Weltreligionen in ihren Lehren nur unwesentlich.
Nur ein wenig Toleranz wäre nötig, damit die Gläubigen aller
Konfessionen in friedlicher Gemeinschaft miteinander leben können. Aber Toleranz
ist wieder ,ein menschlicher Begriff, der nicht gleichermaßen für den
allesumfassenden Geist anwendbar ist. Darum der Vergleich mit
Wechselwirkung und Interferenz. Aus dieser Sicht dürften
Glaubenskonflikte kaum mit Toleranz zu lösen sein. Es würde den Rahmen
dieser kleinen Schrift sprengen, sich als Physiker mit derartig komplexen
Fragen auseinanderzusetzen.
Folgerungen
Wenn ein Physiker
Überlegungen dieser Art anstellt, will er zu einem Fazit gelangen, mit
dem er das Thema langfristig abzuschließen sucht:
An Mengenlehre
gewöhnt, unterteilt er den Gottesbegriff in die Gesamtmenge des
göttlichen Geistes im Kosmos und seine Bestandteile des einzelnen
Materiesystems, sei es in Typen einer ,,so gut wie" unendlichen
größenordnungsmäßigen Gliederung vom noch fiktiven Graviton bis zu den
Galaxienhaufen oder anderseits in den Geistesanteilen hochentwickelter
Individuen, etwa jedes einzelnen Menschen.
Wer zu Gott betet,
vermag dies in der Zweiteilung des Gesamtgeistes und seines Eigenanteils
am Gesamtgeist. Der Einfluß unseres Gebets auf den Gesamtgeist dürfte
nur den Anteilsverhältnissen von Kosmos zu Mensch entsprechen. Er wird
somit äußerst gering sein. Unser Einfluß auf unseren eigenen Anteil am
Gesamtgeist durch Willen und Gebet ist dagegen relativ groß. Wenn wir zu
Gott beten, aktivieren wir den eigenen Anteil am Gesamtgeist, wenngleich
auch sicher nicht extrem. Es wurde bereits erwähnt, daß man diesen
Anteil Seele‘ nennen sollte, obwohl der herkömmliche Seelen— begriff
anders aufgefaßt wurde. In dieser Betrachtungsweise ist es unsere eigene
Seele, die für uns göttlich tätig wird, wenn wir sie betend oder
willensmäßig anrufen. Es mag dahingestellt sein, ob diese Version
dasselbe ausdrückt wie die herkömmliche Definition des Begriffs
,Autosuggestion‘.
Jeder wird durch entsprechende eigene Überlegungen bestmögliche, wenn auch nicht extreme, Klarheit über seine Gottesauffassung erhalten und danach in seinem Trachten nach dem letztlichen Hintergrundwissen —vielleicht— Ruhe finden. Wenn er jedoch nur fragt, welchen Ursprungs das Gegensatzpaar von Materie und Geist ist, zielt er auf ein unerreichbares Extrem. Zwischen Ursprung und Ende ist relative Wertung, mit der man nicht auf das Absolute des Kosmos zugreifen kann.
Aber auch noch aus
einem ganz anderen Grund können wir das erstrebte letztliche
Hintergrundwissen nicht erlangen. Was wir suchen, ist das letztlich
Absolute, das man aber leider kaum mit den relativen Mitteln unseres
menschlichen Geistes beschreiben könnte. Wir möchten das Wissen in einer
Version der Realität. Diese steht in einem Wertungsgegensatz zur
Irrealität. Eine Aussage über das letztlich Absolute kann man damit kaum
erlangen. Zum besseren Verständnis müssen wir uns erneut mit dem
Gegenüber von Materie und Geist sowie mit den zugehörigen
Wertungsgegensätzen von Realität und Irrealität usw. befassen. Es sei
jedoch vorausbemerkt, daß wir kaum eine Chance haben, geistig bis zum
Letztlichen vorzudringen, so daß Gottes Wirken undurchschaubar bleibt.
Materie ist —zumindest in weitem Bereich— mit unseren Sinnesorganen wahrnehmbar. Durch diese Tatsache halten wir sie und das erkennbare Ablaufgeschehen für Realität, auf die wir jedoch ohne die Unterstellung eines Zeitablauf s wohl kaum schließen könnten. Der Realität oder Wirklichkeit steht als Wertungsgegensatz die Irrealität als Traum— oder Phantasiewelt der Möglichkeiten zum Wandel in Realität gegenüber.— Die für real gehaltene Materie ist nach unserer Meinung nach den sich im Zeitablauf wandelnden Konstruktionsplänen ihres Wertungsgegensatzes, des Geistes, im Verfahren einer sich ,,von selbst entfaltenden" Evolution des Universums erzeugt worden. Sie vergeht im umgekehrten Wege der Involution. In dem Ausdruck ,,selbstentfaltend" steckt eigentlich das einzige, was wir über den Geist auszusagen vermögen, weil dieser dem Zugriff durch unsere Sinnesorgane weitgehend entzogen ist. Der allumfassende Geist des Universums produziert demnach in Selbstentfaltung das, was wir an der Materie als die Realität erkennen. Aber Geist steckt auch in der Irrealität der Möglichkeiten, mit deren Hilfe der Geist Irreales in Reales umwandeln kann. Zusätzliches über den Gehalt des Universums hinaus wird offenbar nicht produziert, sondern nur
gewandelt. Aus
diesen Überlegungen folgt die Polarisierung des Geistbegriffs in eine
positiv zur Realität und negativ zur Irrealität weisende Richtung.
Hätten wir Anhaltspunkte für eine Begrenzung des Universums, müßte man
außerhalb davon Neutralität zwischen positivem und negativem Geist
erwarten. Ein Zeitablauf wäre dann nicht mehr zu unterstellen. Der
positive Geist drückt sich in seiner Veränderung als Evolution des
Universums aus, der negative entsprechend als Involution. Einer
Polarisierung des Geistes steht, wie schon ausgeführt, die Polarisierung
der Raumfüllung gegenüber, positiv gerichtet zu vermeintlich realer
Materie der Wirklichkeit, negativ zur bereitstehenden Möglichkeit der
Ausfüllung mit Materie. Muß man diese Auffassung mangels Nachweisbarkeit
eines Ursubstrats aufgeben, verbleiben nur noch Merkmale einer oder
mehrerer Wechselwirkungen und die wirkensmäßige Gleichwertigkeit von
Realität und Irrealität sowie deren Veränderung im Zeitablauf.
Veränderung ist Bewegung gegenüber der Ruhe. Relativistisch hängt eine
Entscheidung darüber von der Positionierung des Beobachters ab. Wenn
jedoch eine Vielzahl von Objekten im Überblick Veränderungen zueinander
zeigt, muß man auf die Erkennbarkeit von Ruhe verzichten. Die
Relativität geht für die Gesamtheit der Objekte verloren, und die
Veränderung <Bewegung) wird zum absoluten Merkmal. Dies ist nur ein
Beispiel dafür, daß das Absolute nicht ausschließlich eine Fiktion ist.
Eine Zustandsveränderung durch Evolution und Involution kann darum sehr
wohl aus dem uns unzugänglichen Bereich des Absoluten stammen.
Akzeptieren wir dies ganz allgemein, so ist auch für den Physiker die
Steuerungszentrale für ,,alles und das Einzelne" im Absoluten
angesiedelt, und wir hätten keinen Gegensatz zu jenen Religionen mehr,
für die Gott gleichermaßen absolut geartet ist. Wir müssen uns
allerdings davor hüten, Aussagen zu machen wie etwa, das Universum sei
extrem absolut leer oder mit realer dinglicher Materie angefüllt, oder es
gäbe einen absoluten Zeitablauf. Relatives und Absolutes sind nicht
mischbar. Der Physiker wird behaupten, daß er durch Wissen zu diesen
Einsichten gekommen sei, während der Gläubige sie auf dem Fundament des
Glaubens gewonnen habe.
1. Zur Verbesserung der physikalischen Modellvorstellungen hinsichtlich Realität und Anschaulichkeit empfiehlt es sich, das Wertungsdenken in den Vordergrund zu stellen, insbesondere die Bewegungswertung zwischen den Extremen von Rotation und Wirbel. Auf die Unerreichbarkeit von Extremen ist besonders achtzugeben.
2. Wegen der nur endlichen Erfassungsbereiche des Menschen kann nur im Endlichen geforscht werden. Auch das Universum ist für uns endlich. Spekulationen darüber hinaus sind unzulässig. Falsch ist das Vorurteil, daß es ein durch Schöpfung entstandenes Etwas im extremen Nichts gäbe.
3. Die Trägheit mag durch ein Gravitonenmeer erzeugt werden, aber ein Weltätherursubstrat ist nicht gegeben. Der Welthintergrund ist absoluter Art.
4.Die Erkenntnis der Löcherleitung von der Halbleitertheone her ist durch Polarisierung der Raumfüllungswertung zu verallgemeinern, so daß die Gegebenheit eines entspr. Vakanzobjekts als Möglichkeit für die Aufnahme oder den Bestand von Strukturwirklichkeit zwingend notwendig ist.
5.Herkömmlich
wird im Makrobereich das Wirbelgeschehen verdrängt oder idealisiert. Da
der Wirbel in nicht festen Zustandsformen, besonderes im Mikrobereich,
dominiert, ist er bei kosmosumspannenden Betrachtungen nicht
wegzudiskutieren. In der Theorie über die Zustandsformen, die von den
Freiheitsgraden der Teilchen her veranschaulicht wird, muß das
Wirbelgeschehen deutlich gemacht werden.
6.Letztlich gilt
es, eine ganze Reihe herkömmlicher Vorurteile aufzugeben, wenn man auf
der Suche nach einer verbesserten Version des physikalischen Weltbildes
ist.
Das
Wechselwirkungsmodell
In der Auflistung
der fundamentalen Modelle in Abschnitt 4 fehlt das wichtigste, weil wir es
nicht kennen, das Wechselwirkungsmodell. Hätten wir es, wären wir der
angestrebten gemeinsamen Feldtheorie sicher näher. Im Grunde geht es gar
nicht darum, sich mit verschiedenen Modellmöglichkeiten auseinander
setzen zu müssen. Es ist vielmehr das ausschließliche Problem der
Physiker, kein einziges Modell zu kennen, das in Betracht käme. Würde
man einen Philosophen oder auch einen Mediziner zu Wort kommen lassen, so
würde uns dieser eine gar nicht so schlechte Spekulation anbieten:
Es ist zu
unterstellen, daß die fünf den Physikern bekannten Wechselwirkungen die
Grundlage für die Wechselwirkungen der Individuen bilden. Nehmen wir als
Primitivbeispiel an, zwei Hunde laufen spontan zueinander oder voneinander
weg, so daß man von einer Wechselwirkung beider Hunde sprechen könnte,
gleichgültig, welches Motiv ihrer Verhaltensweise zu Grunde liegt, etwa
Sympathie, Antipathie, Kampfgeist oder Angst. Die Wechselwirkung beginnt
damit, daß die Hunde ihre Sinnesorgane als Sensoren einsetzen und danach
in ihrem Gehirn eine Entscheidung für ihr Handeln treffen.
Wenn wir uns fragen, warum nimmt das eine Elementarobjekt an einer bestimmten Wechselwirkung teil, ein anderes, ähnlich geartetes hingegen nicht, so gibt es dafür nur die Erklärung, daß beide mit unterschiedlich reagierenden Sensor- und Auslösungssystemen ausgerüstet sein müssen. Im Beispiel der Hunde erblicken wir sicher eine höhere Intelligenz, die wir den Elementarobiekten der physikalischen Wechselwirkungen nicht zuschreiben können. Dennoch muß wohl bei diesen die Grundlage für den Sensor- und Auslösungsmechanismus der Individuen, ja selbst für den menschlichen Geist, in irgendeiner elementaren Stufe zu suchen sein. Zwischen den vermeintlichen Rätseln der Wechselwirkungen und unserem Verstand müßte eine Verbindungslinie über viele Wechselwirkungsstufen hin modellmäßig zu erkennen sein.
Unsere ,Sensoren‘
empfangen Umweltreize verschiedener Art, um sie in Signalströme, die auf
Nervenbahnen dem Gehirn zugeführt werden, zu verwandeln. Es sind nicht
nur Licht- und Schallwellen, sondern auch chemische und Tastreize. Im
Wertungsintervall ist es ein vielseitiges und breites Spektrum zwischen
Wellen und Strömung. Diese grobe Auflistung erfährt ein feines Raster,
wenn man z.B. bedenkt, daß unsere Sensoren im Hinblick auf optimalen
Nachwuchs sogar abprüfen, ob geschlechtliche Zu- oder Abneigung gegeben
ist.
Nach Umwandlung in
nervliche Reize ist die Codierung so perfekt, daß im Gehirn kaum
Fehlentscheidungen getroffen werden, um die Muskulatur, die Organe und
sonstigen Zellkomplexe ,mit Verstand‘ optimal in Aktion zu versetzen.
Zweifellos ist es
ein schwieriger Weg, unsere geistigen Fähigkeiten auf die Gegebenheiten
der fundamentalen physikalischen Wechselwirkungen zurückzuführen und
auch für deren Merkwürdigkeiten die bestmögliche Erklärung zu finden.
Wir unterstellen Sensoren und reizverarbeitende ,Prozessoren‘ bei allen
Trägerobjekten der physikalischen Wechselwirkungen, halten sie aber nicht
für so vielseitig wie die menschlichen. Diese Spekulation ist somit in
zweifacher Hinsicht hilfreich, vorwärts von der Wechselwirkung zum Geist
und rückwärts vom Geist zur physikalischen Wechselwirkung. Eine
Abweisung dieser Spekulation würde nur die herkömmliche Alternative
bieten, entgegen allen Erfahrungen Materie und Geist für extrem
voneinander unabhängig zu halten.
Von unserem Ziel einer gemeinsamen Feldtheorie sind wir nach dieser Betrachtung weiter entfernt als zuvor, weil sich ein System von Sensor und Prozessor kaum in mathematische Wandlungsformeln einbauen ließe. Dafür haben wir einen Gewinn in der Erkenntnis von Zusammenhängen zu erwarten. Bisher war es Baukastendenken, daß z.B. ein Proton und ein Elektron ein Wasserstoffatom bilden. Die größere Wichtung der Wechselwirkungen macht bewußt, daß kein Teilchen ohne System von Sensor und Prozessor zustande käme.
Müssen wir
unser Atommodell revidieren? Wir tragen, was wäre, wenn...
2. schon deutlich
gewesen wäre, daß Welle und Korpuskel Erscheinungsformen des gleichen
Objekts sind?
Sie
hätten jedem Elektron in der Atomhülle ein Vakanzelektron zugeordnet.
Dessen Bewegung wäre gegenüber derjenigen des Elektrons gegenläufig.
Die Raumfüllung hätte man damals schon polarisiert. Bei vielen
Elektronen in der Atomhülle müßte man sich die
Raumfüllungsverhältnisse zwar chaotisch vorstellen, aber, es ist auch
bekannt, daß das vermeintliche Chaos im Mikrokosmos die Wurzel der
makrokosmischen Ordnung ist.
Wenn Welle und
Korpuskel ineinander wandelbar sind —die Welle als ,,unterwegs
befindliche" Form, die Korpuskel als Speicher— so kann auch
unterstellt werden, daß die elektromagnetischen Wellen solchem Wandel
entspringen. Wir wissen, daß die Photonen beide Erscheinungsformen
aufweisen. Sie sind sowohl korpuskelhaft, wenn auch nicht massiv, als auch
Welle. Ihr Energiequant nach Plancks w = hv dürfte der jeweiligen
Anregung aus der Atomstruktur heraus entsprechen. Die Einzelwellen der
Photonen interferieren zu den Frequenzen, die wir im Spektrum sehen. Wenn
wir die Entstehung der elektromagnetischen Wellen in dieser Weise deuten
würden, wäre dies nur das wellenmechanische Gegenüber zum korpuskularen
Bahnpendeln herkömmlicher Version.— Bisher haben wir so getan, als
mache die Ladung mit Photonen das ganze Elektron aus. Es wäre dann
unbeständig und in Wellen verstrahlbar ! Seine Masse, die für die
elektromagnetische Wechselwirkung kaum eine Rolle spielt, macht es aber
auch zu einer sehr beständigen Korpuskel, die als Träger der Ladung von
Bedeutung ist, aber auch ohne Ladung Bestand haben könnte.
Das Atommodell würde sich bei dieser Betrachtungsweise, wie folgt, ändern:
1. Elektron und
Vakanzelektron wären als eine zusammenhängende Einheit zu betrachten.
Wenn in der Atomstruktur ein solches Paar fehlt, paßt der Begriff
,,Defektelektron nicht mehr. Es ist ein ,,Fehlpaar" zum Unterschied
gegenüber einem Vakanzelektron als raumfüllungsnegativem ,,Loch" im
Sinne der Halbleitertheorie.
2. Die
Unterscheidung der Elemente durch jeweils ein Elektron in der Hülle
würde nicht angetastet. Allerdings müßte man dabei korrekt von einem
Elektron nebst seinem Vakanzelektron sprechen.
3. Das periodische
System der Elemente bliebe voll erhalten. Allerdings würde ein
Atommodell, bei dem die Elektronen den Kern nach dem Vorbild von Sonne und
Planeten umlaufen, ins Naive gedrängt, wenn man den Gravitationskern des
Elektrons vernachlässigt und als eigentliches Elektron nur die
Photonenladung sieht. Dabei wäre die gegenwärtige Erscheinungsform, ob
Korpuskel oder Welle, nicht erkennbar.
Wenn wir zu
unserem Beispiel zur Hilfe 6 zurückkehren, würde deutlich, daß in der
Elektrizitätslehre bei dieser Betrachtungsweise manches anschaulicher
würde.
Hiernach bedürfte
unser Atommodell gar keiner Revision, sondern nur einer Erweiterung in der
Betrachtungsweise.

Der treffendste Ausspruch in der leidigen Ursubstratfrage stammt von dem britischen Physiker und Philosophen Bertrand Russell (1872 - 1979). Er klagte in seinem feinen englischen Humor, man möge ihm doch von der Materie wenigstens so viel übrig lassen, daß er sich damit als Physiker beschäftigen könne.
Inzwischen sind
schon wieder viele Jahre vergangen, ohne daß man das Problem lösen
konnte. Möge bald jemand die rechte Eingebung dafür bekommen!
